Staubmaus

Staubmaus
Staubmaus

Als Staubmaus bezeichnet man eine Ansammlung von Fasern, Haaren und Staub, die in Haushalten als graues, oft leichtes und daher bei Luftzug sich rasch bewegendes Bündel zu finden ist. Sie „lebt“ vor allem unter Schränken oder Betten.

Inhaltsverzeichnis

Bezeichnung

Eine einheitliche deutsche Bezeichnung hat sich nicht herausgebildet, neben Staubmaus findet man verbreitet Staubflocken, Wollmaus, Mullen (vgl. aber Mull), Tumblestaub (vgl. aber Tumbleweed), Lurch, Staubflankerln (in Wien, Kärnten), Lei(n)wisch (in Salzburg, Tirol), (Staub-)Wuggal oder Wauggel (Bayern/Salzburg).[1]

In Norwegen ist für eine Wollmaus die Bezeichnung hybelkanin („Wohnungskaninchen“) gebräuchlich. In den User Friendly Comics wird die englische Bezeichnung Dust Puppy („Staubhündchen“) für eine animierte Staubmaus verwendet, ansonsten ist im amerikanischen Sprachgebrauch Dust Bunny („Staubhäschen“) verbreitet. Letzteres wird auch gern als augenzwinkernde Ermahnung für die Kinder eingesetzt, dass sie ihr Zimmer säubern sollen, sonst werden die Staubhäschen bald herumspuken.

Entstehung

Eine Wollmaus entsteht dadurch, dass Wind bzw. ein Luftzug über eine verstaubte Fläche gleitet. Dabei werden kleine Flocken abgelöst, die sich dann zu immer größeren Ballen zusammenfinden, die eine Größe von mehreren Zentimetern erreichen können. Insbesondere unter Schränken und Betten gibt es so einen flachen Luftzug, der den Prozess antreiben kann. Es spielt aber auch die elektrostatische Aufladung, insbesondere bei Kunstfasern und starker Sonneneinstrahlung, sowie begünstigt durch trockene Luft in geheizten Räumen, ein Rolle. Vielfach bilden sich nach einiger Zeit Staubmäuse in den Verkabelungen hinter dem Computer. Wenn diese Flocken in den Ansaugstrom des Lüfters kommen, kann dieses zu einer erheblichern Beeinträchtigung (Kühlungsprobleme) führen und in weiterer Folge sogar Hardwareschäden verursachen.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

  1. „Gibt's in Austria ‚Wollmäuse‘?“ - zur Bezeichnungsvielfalt, Forum Dialekte und Mundarten. 17.-22.Sep.2002
Quelle:
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