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Staustufe Griesheim |
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Mainbrücke in Frankfurt am Main |
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Funktion: |
Fußgängersteg |
| Länge: | ca. 300m |
| Breite: | 3m |
| Baujahr: | 1929-1932 |
| Verbindung: | Griesheim Goldstein |
| Mainkilometer: | 28,69 |
| Bauart: | Stahlsteg |
Die Staustufe Griesheim im Stadtgebiet von Frankfurt am Main bei Mainkilometer 28,69 ist eine Staustufe mit Schleuse. Die Anlage liegt zwischen Griesheim und Goldstein. Der Main hat hier eine mittlere Wasserführung von 200 m3/s, die bei einem hundertjährigen Hochwasser auf mehr als das zehnfache anwachsen können.
Inhaltsverzeichnis |
Die Staustufe Griesheim ist ein Walzenwehr mit einer Wehrbreite von dreimal 40 Metern und einer Fallhöhe von 4,49 Metern bei Normalstau. Sie besitzt zwei Schleusenkammern sowie eine Bootsschleuse:
Vor den Schleusenkammern ist je ein gut 500 Meter langer oberer- und unterer Vorkanal angelegt, in dem Schiffe auf die Durchschleusung warten können. Die Anlage, durch die täglich etwa 60 Schiffe fahren, ist dauerhaft besetzt und in Betrieb.
Die Wasserkraft des Mains wird an der Staustufe Griesheim durch drei Kaplan-Turbinen zur Stromerzeugung in einem Laufwasserkraftwerk genutzt. Es ist auf eine Leistung von 4.900 Kilowatt ausgelegt, die zur Deckung der Grundlast dienen. Die Anlagen im Generatorenhaus auf der Schwanheimer Seite der Schleuse können jährlich ungefähr 35 Millionen Kilowattstunden ins Netz einspeisen. Die Steuerwarte des Kraftwerks kontrolliert gleichzeitig die Turbinen und Generatoren der Staustufe in Eddersheim.
Fußgänger können die Staustufe auf einem drei Meter breiten Steg überqueren, der in halber Höhe der Wehrpfeiler den Main überspannt.
Der Main ist in die europäische Wasserstraßenklasse Vb eingestuft und für Schiffe bzw. Schubverbände mit einer Länge von 185 Metern und einer Breite von 11,45 Metern befahrbar. Die Fahrrinne ist ganzjährig mindestens 2,90 Meter tief.
Die Staustufe ist mit einer Fischtreppe ausgestattet.
Der Unterlauf des Mains zwischen der Mündung und Frankfurt wurde 1882 bis 1885 kanalisiert. In Mainz-Kostheim, Flörsheim, Okriftel, Höchst und Niederrad entstanden fünf Nadelwehre mit einfachen Schleusenkammern, um die mittlere Fahrwassertiefe auf 2,20 Meter anzuheben. In den 1920er Jahren konnten sie das gestiegene Verkehrsaufkommen auf dem Main nicht mehr bewältigen. Daher wurden ab 1927 die Nadelwehre durch drei leistungsfähigere Walzenwehre in Kostheim, Eddersheim und Griesheim mit größeren Schleusenanlagen ersetzt.
Die Griesheimer Staustufe entstand zwischen 1929 und 1932 in den kubischen Formen des Bauhausstils, sie wurde im September 1932 eingeweiht. Von Anfang an wurde sie mit für die damalige Zeit modernster Technik ausgestattet. Eine elektrische Lichtanlage ermöglichte bei Bedarf den Nachtbetrieb, sämtliche Schleusentore bekamen einen elektrischen Antrieb. Das in die Staustufe eingebaute Kraftwerk lieferte ca. 25 Millionen Kilowattstunden Strom jährlich, die ins Frankfurter Netz eingespeist wurden. Auf Schwanheimer Seite entstand auch ein Wohnhaus für die Schleusenbediensteten.
In den letzten Kriegstagen 1945 wurde die Staustufe von Pionieren der Wehrmacht gesprengt und in den Jahren 1949/50 komplett wieder aufgebaut. In den Jahren 1967, 1984 und 2006 wurden Renovierungs- und Reparaturarbeiten an der Staustufe vorgenommen.
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