Stauwasser

Stauwasser tritt auf, wenn ein schwer wasserdurchlässiger Staukörper die Abwärtsbewegung des Sickerwassers im Boden behindert. Stauwasser bildet sich insbesondere nach ausgiebigen Niederschlägen oder nach der Schneeschmelze. Bei längerer Trockenheit und durch den Wasserverbrauch der Vegetation (Evapotranspiration) verschwindet es normalerweise im Laufe der Vegetationsperiode.

Das Stauwasser kann als Sonderform des Grundwassers aufgefasst werden. Im Unterschied zum Grundwasser, das in der Regel dauernd und auch in tieferen Schichten vorhanden ist, tritt Stauwasser nur zeitweilig und nur oberflächennah auf (Stausohle < 130 cm unter GOK); bei tieferliegender Stausohle wird das Wasser meist nicht mehr komplett verbraucht, so dass es als (ständig vorhandenes) Grundwasser angesehen werden kann. Der Begriff Stauwasser wird nur in der Bodenkunde verwendet.

Unter Stauwassereinfluss bilden sich folgende Bodentypen (in der Reihenfolge zunehmender Vernässung): Parabraunerde (nicht vernässt), Pseudogley, Haftnässe-Pseudogley, Stagnogley.

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