Stavenhagen

Dieser Artikel behandelt die Reuterstadt Stavenhagen. Für Personen dieses Namens siehe Stavenhagen (Name)
Wappen Deutschlandkarte
Wappen von Stavenhagen
Markierung
Deutschlandkarte, Position von Stavenhagen hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Demmin
Amt: Stavenhagen
Koordinaten: 53° 42′ N, 12° 54′ O
Höhe: 45 m ü. NN
Fläche: 40,84 km²
Einwohner: 6371 (30. Juni 2006)
Bevölkerungsdichte: 156 Einwohner je km²
Postleitzahl: 17153
Vorwahl: 039954
Kfz-Kennzeichen: DM
Gemeindeschlüssel: 13 0 52 074
Stadtgliederung: 8 Ortsteile
Adresse der Stadtverwaltung: Schloss 1
17153 Stavenhagen
Webpräsenz:
Bürgermeister: Bernd Mahnke (CDU)
Lage der Stadt Stavenhagen im Landkreis Demmin
Karte

Stavenhagen ist eine Stadt in Mecklenburg-Vorpommern im Landkreis Demmin. Sie ist Amtssitz des Amtes Stavenhagen und führt seit dem 12. Juli 1949 die Bezeichnung "Reuterstadt" vor ihrem Namen.

Inhaltsverzeichnis

Stadtgliederung

Zu Stavenhagen gehören die Ortsteile

  • Amtsbrink
  • Basepohl
  • Klockow
  • Kölpin
  • Neubauhof
  • Pribbenow
  • Stavenhof
  • Wüstgrabow

Geschichte

Schloss Stavenhagen
Schloss Stavenhagen

Die Stadt Stavenhagen wird im Jahr 1230 erstmals als Stovenhage urkundlich erwähnt. Schon 34 Jahre später erhält die Siedlung das Stadtrecht. Gegen Ende des Dreißigjährigen Krieges im Jahr 1648 wird die Stadt zerstört. Auch die Großbrände in den Jahren 1727, 1746 vernichten große Teile der Stadt. Um 1740 wird auf den Grundmauern früherer Burganlagen das heutige Schloss errichtet. Zwischen 1774 - 1790 wird die Stadtkirche neu gebaut und in den Jahren 1783 - 1788 das Rathaus errichtet. In der Amtszeit von Bürgermeister Georg Johann Jakob Reuter von 1808 - 1845 kommt es zum ersten wirtschaftlichen Aufschwung durch Einführung neuer landwirtschaftlicher Kulturen, Stallfütterung und die Gründung der ersten Lagerbierbrauerei Mecklenburgs.

Im Jahr 1810 wird in der Stadt Fritz Reuter, der Sohn des Bürgermeisters, geboren, der als einer der bedeutendsten Schriftsteller und Dichter niederdeutscher Literatur bekannt wurde.

Im Jahr 1864 bekommt Stavenhagen einen Anschluss an das Eisenbahnnetz. Die im Jahr 1913 in Betrieb genommene Kleinbahnstrecke Demmin-Stavenhagen wird 1945 als Reparationsleistung demontiert. In den Gründerjahren zur Amtszeit des Bürgermeisters Dr. Fritz Schultetus von 1879 - 1905 setzt die industrielle Entwicklung in Stavenhagen ein. Eine Zuckerfabrik, eine Molkerei, ein Schlachthof, eine Dampfmühle, ein Sägewerk, eine Ziegelei, ein Elekrizitätswerk, ein Feuerwehrdepot und ein Krankenhaus werden gebaut. Im Jahr 1928 erhält die Stadt eine zentrale Wasserversorgung und 1932 wird die Katholische Kirche St. Paulus geweiht.

Im alten Stavenhagener Rathaus am Markt entstand 1960 das Fritz-Reuter-Literaturmuseum. Im Jahr 1974 wird im Ortsteil Basepohl ein Standort der Nationalen Volksarmee gebaut. Nach der politischen Wende wurde ab 1991 der historische Stadtkern im Rahmen der Städtebauförderung gründlich saniert; das Stadtbild mit dem Schloss hat sich stark verbessert. Durch die Gemeindegebietsreform 1994 kommt die Stadt vom Kreis Malchin zum jetzigen Landkreis Demmin.

Sehenswürdigkeiten

  • Fritz Reuter-Literaturmuseum. Davor steht das 1911 von Wilhelm Wandschneider geschaffene Fritz-Reuter-Denkmal.
  • Schloss Stavenhagen - bis in die 1970er Jahre eine Schule und heute Verwaltungssitz und Standesamt von Stavenhagen.
  • Ehemalige Synagoge Stavenhagen - eine der wenigen Synagogen Mecklenburgs, die die Nazi-Zeit überstanden (kann nicht besichtigt werden).

Verkehr

Stavenhagen liegt an der Eisenbahnstrecke (Schwerin-Stavenhagen-Neubrandenburg-Pasewalk), an der B 194 (Waren-Stavenhagen-Stralsund) und an der B 104.

ehem. Rathaus Stavenhagens mit Statue von Fritz Reuter
ehem. Rathaus Stavenhagens mit Statue von Fritz Reuter

Söhne und Töchter der Stadt

Ansässige Unternehmen

  • Pfanni-GmbH
  • Pommernland Fleisch- und Wurstwaren GmbH
  • Immergut Dauermilch GmbH
  • Netto Supermarkt GmbH
  • Ski GmbH

Städtepartnerschaften

  • Preetz in der Holsteinischen Schweiz (Schleswig-Holstein) seit 7. Juli 1990
  • Werdohl im Sauerland (Nordrhein-Westfalen) seit 10. August 1990
  • Šilalė in Litauen seit 2. November 1994

Weblinks

Quelle:
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