Die Steady-State-Theorie (Gleichgewichtstheorie):
Ende der 1940er wurde sie von den Astronomen Fred Hoyle, Hermann Bondi und Thomas Gold als Alternative zur Urknall-Theorie entwickelt und 1948 in den Monthly Notices der Royal Astronomical Society der wissenschaftlichen Gemeinschaft vorgestellt. In dieser Theorie expandiert das Universum zwar, dehnt sich aber nicht aus, weil homogen durch den gesamten Raum immer neue Materie entsteht.
Zweifel an der Steady-State-Theorie tauchten schon bei der Entdeckung der Quasare auf. Dass diese nur bei großen Rotverschiebungen beobachtet wurden, das heißt weit in der Vergangenheit des Universums, widerspricht der Kernidee des Steady-State-Theorie, das Universum sähe zu allen Zeiten gleich aus. Als zusätzliche Bedingung müsste also die Lichtermüdung zur Erklärung der Rotverschiebung herhalten.
Die Entdeckung der kosmischen Hintergrundstrahlung 1965 überzeugte die meisten Fachwissenschaftler vollends von der Urknall-Theorie, und die heutigen Präzisionsmessungen dieser Strahlung, zusammen mit den Ergebnissen von Himmelsdurchmusterungen, bestätigen diese Theorie.
Letztere bezeichnet als Steady-State den optimalen Sauerstoffgleichgewichtszustand bei körperlichen Belastungen, der bei 2 bis 4 mmol Laktat pro Liter Blutflüssigkeit definiert wird.