Steckmodul

Spiele-Kassette für den VC 20 (etwa 10 cm breit und 5 cm hoch)
Spiele-Kassette für den VC 20 (etwa 10 cm breit und 5 cm hoch)

Die Bezeichnung Steckmodul (auch englisch Cartridge - Kassette) bezeichnet entweder ein in elektronische Geräte einsetzbares Bauteil bestimmter Größe, das von einem festen Gehäuse umschlossen ist, oder nur das entsprechende Gehäuse. Dieses ist meist aus Kunststoff gefertigt und soll das Innere des Bauteils vor äußeren Einflüssen wie Berührungen, Stößen oder Feuchtigkeit schützen. Die Handhabbarkeit erhöht sich.

Inhaltsverzeichnis

Datenträger

Elektronisch

Vergleich der verschiedenen Anschlussstecker bei unterschiedlichen Versionen der SNES Konsole
Vergleich der verschiedenen Anschlussstecker bei unterschiedlichen Versionen der SNES Konsole

Image:SNES Cartridge Comparison bottom.jpg Insbesondere elektronische Datenträger von Spielekonsolen waren bis etwa Mitte der 1990er häufig als Steckmodul (Spielmodul) konstruiert, zum Beispiel beim SNES, Sega Mega Drive oder Nintendo 64. Da jeder Spielekonsolenhersteller jede Konsole neu entwickelte, wurde durch die Formgebung des Steckmoduls in der Regel die elektronische Inkompatibilität mechanisch unterstrichen. Durch die proprietären Standards wurde das Erstellen von Kopien sehr erschwert. Erst als der auf der inneliegenden Platine aufgebrachte Speicher im Vergleich zu optischen Medien zu teuer war, schwenkte die Spielekonsolenindustrie um auf die Verwendung von CDs (z.B. Sony Playstation) und nachfolgende Formate. Heutzutage findet man im Spielekonsolensektor nahezu ausschließlich bei portablen Geräten Steckmodule, zum Beispiel beim Gameboy.

Optisch

Blu-ray-Disc-Rohlinge LM-BRM50 von Panasonic. Dual Layer Discs BD-RE mit 50 GB Fassungsvermögen eingebettet in Kassette.
Blu-ray-Disc-Rohlinge LM-BRM50 von Panasonic. Dual Layer Discs BD-RE mit 50 GB Fassungsvermögen eingebettet in Kassette.

Zur Anfangszeit der CD-ROM-Laufwerke war es üblich, die Compact Disc (CD) erst in ein Schutzgehäuse (englisch Caddy - Büchse)) einzulegen. Anschließend wurden Caddy und CD komplett in das Laufwerk geschoben. Diese Schutzgehäuse stellten keine CD-Verpackungen dar.

Optische Medien ohne Caddy/Cadridge erlauben eine kostengünstigere Mechanik für die Lese- und Schreibgeräte sowie preisgünstigere Medien. Da sich CDs als weniger empfindlich als ursprünglich angenommen erwiesen, verschwanden Caddy nutzende CD-ROM-Laufwerke Mitte der 1990er vom Markt. Man verwendet stattdessen Schubladen- (Tray) oder Steck-Mechanismen (Slot-in).

Bei weniger verbreiteten optischen Datenträgern werden weiterhin Kassetten eingesetzt, so etwa bei der 1995 veröffentlichten Phasewriter Dual (PD) oder der 2004 standardisierten Ultra Density Optical (UDO). Auch für die Playstation Portable werden Kunststoffhüllen nutzende UMDs benutzt. Weiterhin verlangen manche DVD-RAM-Laufwerke eine Kassette.

Magnetisch

Verschiedene professionelle Datenkassetten
Verschiedene professionelle Datenkassetten

Professionell wird der Begriff Cartridge für Datenträger mit einfach auszuwechselnden Magnetbändern genutzt.

Medien mit magnetischer Scheibe werden umgangssprachlich eher als Diskette und Medien mit einem Magnetband eher als Kassette bezeichnet.

Drucker

Da im englischen Sprachraum Tintenpatronen und Tonerkartuschen von Druckern als Cartridge bezeichnet bezeichnet werden, findet sich diese Bezeichnung auch gelegentlich auch im deutschsprachigen Raum.

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