Steganalyse ist ein Kunstwort, welches aus Steganographie und Analyse gebildet wurde. Der Begriff bezeichnet das Gebiet der Wissenschaft, die sich vor allem mit dem Brechen steganographischer Verfahren beschäftigt.
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Die Kryptoanalyse ist das Gegenstück zur Kryptografie und befasst sich mit Methoden und Techniken, um Informationen aus verschlüsselten Texten zu gewinnen. Dies bedeutet, dass im Gegensatz zur Steganalyse wo ein Vorhandensein einer steganografischen Nachricht nur vermutet wird, bei der Kryptoanalyse eine verschlüsselte Information Erkannterweise vorliegt. Die Steganalyse ist jedoch verwandt mit der Kryptoanalyse und nutzt aus diesem Grunde auch Erkenntnisse aus dieser Wissenschaft.
Bei der Steganalyse wird in einem Medium eine Nachricht vermutet. Diese Annahme führt zum Einsatz der vorhandenen Mittel. Die Sicherheit der Steganographie beruht darauf, dass Dritte ihre Verwendung nicht bemerken oder, wenn sie davon wissen, sie den unverschlüsselten Inhalt nicht erkennen können.
Es sind in der Steganalyse daher zwei Schritte notwendig:
Hierbei gibt es mehrere Schwerpunkte:
Bei der Erkennbarkeit einer steganographischen Informationen z.B. in einem Steganogramm, wird lediglich gezeigt, dass sich auf dem/im Medium bestimmte statistische Eigenschaften oder Muster nachweisen lassen. Das Führen des Nachweises beruht stets auf der Annahme, dass der steganographische Algorithmus, der eventuell verwendet wurde, bekannt ist (vgl. Kerckhoffs’ Prinzip).
Bei der Extraktion steganographischer Information am Beispiel eines Steganogramms, werden Informationen aus dem Medium gewonnen, die nur für den Empfänger der steganographischen Nachricht bestimmt waren. Sofern eine Extraktion, ohne die Zuhilfenahme eines geheimen Schlüssels, möglich ist, gilt das entsprechende Verfahren als gebrochen.
Hinsichtlich des Watermarkings beschäftigt sich die Steganalyse auch mit dem Nachmachen oder Entfernen authentizierender Informationen in Medien.