Der Steigfriedhof in Bad Cannstatt ist der älteste Friedhof Stuttgarts.
In der Nähe dieser Begräbnisstätte hatte schon in römischen Zeiten ein Kastell gestanden. Wahrscheinlich gegen Ende des 6. Jahrhunderts n. Chr. wurde der Friedhof zusammen mit der Urkirche St. Martin von den Franken eingerichtet. Diese Kirche blieb auch nach Übertragung der Pfarrrechte auf die Stiftskirche in Stuttgart 1323 n. Chr. das kirchliche Zentrum für die Gemeinden Brye und Altenburg. Auch die Begräbnisstätte wurde weiter genutzt. In unmittelbarer Nähe wurde auch ein israelitischer Friedhof eingerichtet.
Auf dem Steigfriedhof fanden zahlreiche bekannte Persönlichkeiten ihre letzte Ruhestätte, etwa
Von Emil Kiemlen stammt das Ehrenmal für die Opfer der Weltkriege. Ein auffallendes klassizistisches Denkmal erinnert an die früh verstorbene Tochter Pauline des Cannstatter Fabrikanten Zais. Philipp Jakob Scheffauer schuf zum Gedenken an den Reichsposthalter und Ochsenwirt Jakob Linck senior den trauernden Genius im Eingangsbereich.
Der Steigfriedhof wird auch heute noch als Begräbnisstätte genutzt.