Das Steinbeil ist ein Werkzeug des Steinmetzes und wird auch Flächbeil, Fläche oder Zweifläche genannt. Unter Steinmetzen ist meist die Bezeichnung Fläche gebräuchlich.
Es wird beidhändig geführt und dient beim Weichgestein nach dem Spitzen oder Kröneln dem Einebnen der bearbeiteten Fläche. Die Fläche hat zwei axtähnliche Schneiden, die abhängig von der Härte des zu bearbeitenden Steines unterschiedlich stark ausgeschmiedet sind. Der meist aus Eschenholz bestehende Stiel ist 30 bis 40 Zentimeter lang, der geschmiedete Kopf wiegt zwei bis drei Kilogramm.
Im Gegensatz zu den Flächen mit glatter Schneide, die auch Glattfläche genannt werden, werden Steinbeile, deren Schneiden gezahnt sind, Zahnflächen genannt.
Steinbeile waren bis ins späte Mittelalter die wichtigsten Werkzeuge zur Endbearbeitung von Steinoberflächen, bis sie etwa ab dem 15. Jahrhundert zunehmend vom Scharriereisen abgelöst wurden.