Steinbildhauer sind Ausführende von dreidimensionalen Natursteinarbeiten. Beim Beruf des Steinbildhauers handelt es sich um einen handwerklichen Ausbildungsberuf.
Die Tätigkeit des Steinbildhauers wird oft mit der des akademischen Bildhauers verwechselt (Bildhauerei), der seine plastischen Modelle von Steinbildhauern (Skulptur) sowie von Gießern (Plastik (Kunst)) in dauerhaften Materialien ausführen lässt. Der Steinbildhauer muss also dazu fähig sein, eine dreidimensionale Arbeit exakt nach (eigenen oder fremden) Vorgaben zu verwirklichen. Der Steinbildhauer formt keine Plastiken in Arbeitsgängen von innen nach außen (z.B. Aufbau eines Tonmodells), sondern formt eine Skulpturen von außen nach innen, indem er die Skulptur aus einem Steinblock heraushaut.
Als Steinbildhauer bezeichnen sich in Deutschland auch die Steinmetzen, die sich in einem Beruf mit zwei Fachrichtungen qualifizieren. Es gibt eine Ausbildungsordnung, die sowohl den Beruf der Steinmetzen und Steinbildhauer umfaßt. Des Weiteren gibt es den "Meister im Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerk" als vollhandwerklichen Beruf, gewissermaßen ein Beruftyp mit zwei Berufen. Da die steinbildhauerischen Aufträge gering sind, können die Meister und Gesellen dieses Faches ganz selten alleine von der Steinbildhauerei leben.
In Italien lautet die Bezeichnung mal 'scultore' (Bildhauer), mal 'artigiano' (Kunsthandwerker), dasselbe gilt im angelsächsischen Bereich (sculptorer, craftsman).