Steinmühlen, auch Kugelmühlen genannt, dienten in vergangenen Jahrhunderten zum Rundschleifen von Steinen.
Hierzu werden geeignete Gesteine (z.B. Marmor, Granit) grob vorbehauen. Diese grob in Kugelform gebrachten Steine werden dann zwischen zwei rotierende Scheiben gelegt. Sowohl die obere als auch die untere Scheibe haben dabei Laufrillen, deren Durchmesser dem gewünschten Durchmesser der fertigen Steinkugeln entspricht. Sodann wird (meist die obere) Scheibe in schnelle Rotation versetzt. Als Antrieb kommt hierbei häufig Wasserkraft zum Einsatz (siehe Bild). Nach einigen Tagen(!) sind die grob behauenen Steine in Kugelform geschliffen. Die Steinkugeln werden dann der Steinmühle entnommen und durch eine abschließende Politur in ihre gebrauchsfähige Form gebracht.
Für die so entstandenen Steinkugeln gab/gibt es verschiedenste Anwendungsmöglichkeit:
Heutzutage werden nicht mehr die traditionellen Steinmühlen verwendet, sondern hochentwickelte industrielle Mühlen.
Die letzte Kugelmühle Deutschlands befindet sich in der Marktgemeinde Marktschellenberg. Sie gehört zu den einstmals 40 Untersberger Kugelmühlen am Almbach. Dies wurde 1683 gegründet und die Mühle in Marktschellenberg zählt damit zu einem der ältesten Gewerbebetriebe Bayerns. Eine weitere Untersberger Kugelmühle findet sich in Fürstenbrunn, (Österreich)