Der Steinrausch ist ein Stadtteil der Kreisstadt Saarlouis im Saarland und hat rund 4.200 Einwohner (Stand Juni 2006).
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In Mitte der 80er Jahre wurde (nach dem Kabel-Pilotprojekt Ludwigshafen) schon sehr frühzeitig Kabelfernsehen von der Deutschen Post eingeführt. Vorher war der Empfang nur über sog. Sammelantennen möglich (Standorte: Kurt-Schumacher Allee und Max Planck Str.), da ein individuelles Aufstellen von Antennen aus Gründen der Ästhetik nicht erlaubt war. Ebenso wurde bei der Gestaltung Wert darauf gelegt dass die Telefon- bzw. Spannungsversorgung unterirdisch verlegt wurde. Auch war (und ist teilweise noch) das ausschließliche Heizen mit fossilen Brennstoffen (Holz, Kohle, Gas, Öl) nicht gestattet. Auch heißes Wasser konnte nur mit Durchlauferhitzer oder elektrische Boilern bereitet werden.
Alle Häuser waren bis Anfang der 90er mit Nachtspeicherheizungen ausgestattet. Hierfür gab es spezielle, günstige Stromtarife (Nachttarife). Mit Fertigstellung der Zentralkokerei in Dillingen/Saar wurde der Steinrausch flächendeckend mit Fernwärme versorgt, durch Subventionen als Anreiz ließen viele Bewohner Ihre Nachtspeicherheizungen entsorgen (Asbest) und Fernwärmeheizungen (Fernwärmeheizungen sind Wasserradiatoren, die an das Fernwärmenetz angeschlossen sind) installieren.
Mittlerweile liegt der Anteil der Haushalte mit Fernwärmeheizung bei über 90%.
Das Freibad wird auch über Fernwärme geheizt.
Der westliche Teil des Steinrauschs ist von einer Westwall-Linie durchzogen. Zeugnis davon geben insgesamt 4 gepanzerte Kuppeln die den 2. Weltkrieg nahezu unbeschadet überstanden haben. Auch befindet sich auf dem Galgenberg noch ein ehemaliges Wasserreservoir, das bis in die 20er Jahre den Stadtteil Roden mit Wasser versorgte. Der Zugang zu dem Wassereservoir und Teilen der Westwallanlage war bis Anfang der 80er Jahre offen, wurde dann aber aus Sicherheitsgründen zugeschüttet. Der Name Steinrausch rührt von der früheren landwirtschaftlichen Nutzung durch Bauern aus Roden, Fraulautern und Saarwellingen. Da der Boden sehr steinhaltig ist "rauschten" die Steine unter dem Pflug wenn die Felder beackert wurden.
Auf dem Steinrausch befinden sich ein Spaßbad, eine Judohalle, eine Mehrzweckhalle, ein Hotel (das nicht mehr im Betrieb ist) ein Restaurant, zwei Kneipen, vier Kirchen (r.k., evang., freie evang., Zeugen Jehovas), eine Grundschule, ein Kindergarten, die Feuerwache Ost von Saarlouis und im Kern ein Einkaufszentrum mit verschiedenen Geschäften, Ärzten und anderen Dienstleistern. Auch ist im altem Schwimmbadgebäude ein Jugendtreff untergebracht.
Das 2002 neu eröffnete Freibad besitzt eine Gesamtwasserfläche von 1.924 m², aufgeteilt in 4 Becken: Sport- und Schwimmerbecken, Mehrzweckbecken, Sprungbecken und Kinderbecken. Darüberhinaus stehen eine große Liegewiese, 1 Beachvolleyballfeld, 1 Tischtennisplatte und viele Wasserelemente wie 2 Rutschen, 1 Wasserpilz, 1 Strömungskanal uvm. zur Verfügung. Des weiteren gibt es einen kleinen Kiosk mit angeschlossener Terrasse. Die Gesamtgröße des neuen Freibades (im Vergleich zum Alten) wurde aus Kostengründen um ca. 50% reduziert. Mehr Information sind auf der Webseite der Stadt Saarlouis erhältlich (incl. Fotos). [1]
Die Einwohnerzahl liegt mit Stichtag 30. Juni 2006 bei 4.184 bei 5% Ausländeranteil. 15% der Bevölkerung sind Jugendliche, 25% Senioren und 55% sind Erwachsene.[2]
Der Steinrausch besteht aus den Saarlouiser Wahlbezirken 316, 317, 318 und B6 (Briefwahl). Tendenziell hat die CDU eine Mehrheit vor der SPD, genaue Wahlergebnisse sind online einsehbar beim Wahlamt Saarlouis.
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