| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Niedersachsen | |
| Landkreis: | Harburg | |
| Koordinaten: | 53° 22′ N, 10° 7′ O | |
| Höhe: | 2 m ü. NN | |
| Fläche: | 38,50 km² | |
| Einwohner: | 10.984 (30. Juni 2006) | |
| Bevölkerungsdichte: | 285 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 21435 | |
| Vorwahl: | 04174 | |
| Kfz-Kennzeichen: | WL | |
| Gemeindeschlüssel: | 03 3 53 032 | |
| Gemeindegliederung: | 7 Ortsteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Unter den Linden 18 21435 Stelle |
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| Bürgermeister: | Joachim Wilcke (CDU) | |
Stelle ist eine Gemeinde im Landkreis Harburg in Niedersachsen.
Inhaltsverzeichnis |
Die Ortsteile Wuhlenburg, Rosenweide und Fliegenberg liegen direkt am südlichen Elbufer. Die Ortsteile Achterdeich und der nördliche Teil des Hauptortes Stelle liegen noch in der Marsch, der südliche Teil des Hauptortes sowie Ashausen und Büllhorn liegen auf der Geest, auf den nördlichen Enden der eiszeitlichen Moränenlandschaft am südlichen Rand des Elbe-Urstromtals. Im Süden der Gemeinde in Richtung Ohlendorf und Holtorfsloh liegt der Buchwedel, ein Waldgebiet mit viel Buchen-Mischwald, in dem sich die höchsten Erhebungen befinden. Stelle liegt mit eigenem Bahnhof direkt an der Bahnstrecke Hannover–Hamburg, außerdem an der Autobahn A 250 Hamburg-Lüneburg. Die Vorläuferstraße der Autobahn, die Bundesstraße 4 (inzwischen zur Kreisstraße herabgestuft) verläuft mitten durch das Ortszentrum.
Die Einheitsgemeinde Stelle wurde am 1. Juli 1972 aus den bis dahin selbständigen Gemeinden Ashausen mit Büllhorn, Fliegenberg, Rosenweide mit Wuhlenburg und Stelle mit Fachenfelde gebildet.
Zum ersten Mal wurde Stelle 1197 urkundlich erwähnt. Kirchlich gehörten die Steller Ortschaften teils nach Pattensen, teils nach Winsen. Erst in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts wurden eigene Kirchengemeinden in Stelle, Ashausen und Fliegenberg gebildet. 1997 feierte Stelle sein 800 jähriges Jubiläum.
Am 4. Mai 1942 wurde in Stelle ein polnischer Zwangsarbeiter Julian Milejski erhängt, wegen sog. "Rassenschande". Diese tragische Ereignis wurde dann jahrelang in Stelle geschwiegen, weil obwohl Mileyski durch SS-Männer hingerichtet wurde, haben viele Steller damit geholfen und die Hinrichtung fassungslos beobachtet.
Bürgermeister in Stelle ist Joachim Wilcke. Er wurde 2004 zum ersten, hauptamtlichen Bürgermeister der Gemeinde gewählt. Bis 2004 bestand in Stelle wie in den meisten Gemeinden im Bereich der nach dem 2. Weltkrieg britisch besetzten Gebiete eine Aufteilung zwischen einem Bürgermeister als Vorsitzendem der Legislative (Gemeinderat) und einem Gemeindedirektor als Verwaltungschef / Leiter der Exekutive.
Eigene evangelisch-lutherische Kirchengemeinde bestehen in Stelle, Ashausen und Fliegenberg.
In Stelle gab es 1861 Initiativen zur Bildung einer eigenen Kirchengemeinde, um nicht mehr den Weg nach Pattensen zum Gottesdienst machen zu müssen. 1866 kam es zur Bildung eines Kapellenvorstandes, der den Bau einer Kirche in die Wege leitete. Die dreischiffige neugotische Backsteinkirche St. Michael wurde im Jahre 1868 eingeweiht. Stelle gehörte weiterhin kirchengemeindlich zu Pattensen und wurde erst 1955 selbständige Kirchengemeinde. 1968 wurde das Kirchenschiff erweitert und erhielt einen Glockenturm. Vier Glocken läuten darin, nach je einem Stichwort ihrer Inschriften mit den Namen “Glaube”,”Liebe”, “Hoffnung” und “Frieden” versehen. Die drei Fenster des Chorraumes wurden 1930 mit Motiven für Weihnachten, Ostern und Pfingsten gestaltet.
Im historischen Ortszentrum ist die gewachsene Struktur des Ortes mit Kirche (evangelisch-lutherisch St. Michael, 1868 / Turm 1968), Schule (heute Bücherei bzw. Rathaus), Dorfkrug (Gasthaus) und Bauernhöfen (Menke, Schulten-Behr) noch grob abzulesen. Das alte Schulgebäude direkt neben der Kirche war später das Lehrer-Wohnhaus und beherbergt heute die Gemeindebücherei, das jüngere Schulgebäude ist heute das Rathaus. Auf dem Hof Behr (Bei der Kirche, Besuch nur nach Voranmeldung) gibt es ein kleines Privatmuseum zur Geschichte der Gemeinde Stelle.
Waldlehrpfad - im Buchwedel
Hochzeitswald - in mehreren Teilen angelegt, zugänglich u.a. von der Straße Am Osterfeld
Aufgrund der Nähe zur Großstadt Hamburg und der verkehrsgünstigen Lage gilt Stelle als guter Standort für viele Wirtschaftsunternehmen und ein beliebter Wohnort "auf dem Land" für viele ehemalige Hamburger. Die Bevölkerung hat in den letzten Jahrzehnten - durch Zuzug getrieben - stark zugenommen. Selbst im Hauptort gibt es noch einige produzierende Bauernhöfe, aus einem der Höfe des Ortsteils Rosenweide ist eine inzwischen europaweit tätige Firma für Salatanbau und -vertrieb entstanden.
TSV Stelle - Der Turn-und Sportverein Stelle von 1907/19 e.V. feiert 2007 sein 100-jähriges Jubiläum. Mit 2525 Mitgliedern (Stand 1. Januar 2006) ist er einer der größten Vereine im Landkreis Harburg. Abteilungen: Badminton, Faustball, Fußball, Ju Jutsu, Leichtathletik, Schwimmen, Tanzen, Tennis (TC Stelle), Tischtennis, Turnen, Volleyball, Wandern. 1. Vorsitzender ist Wolfgang Spaude. Die Sportanlage "Kurze Heide" befindet sich am Bardenweg 104.
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