Unter Sternhimmel versteht man
Der Sternhimmel besteht in mehrfacher Hinsicht aus zwei Hälften oder Hemisphären:
Für Astrometrie und Sphärische Astronomie ist der Sternhimmel die Basis zur Definition von Bezugssystemen für die sternfesten Koordinaten, siderische Perioden und für die Orts- bzw. Weltzeit (UT). Siehe hierzu auch Zeitsysteme.
Der Geodäsie und Navigation gibt er die Möglichkeit, absolute Richtungen zu messen, Ortungen durchzuführen und die Gestalt der Erde zu bestimmen.
Für die Physik bietet der Sternhimmel mittels weit entfernter Sterne und Galaxien die wichtigste Möglichkeit, ein Inertialsystem zu definieren.
Die Bezugssysteme für Zeit, Koordinaten und physikalische Messungen werden letztlich aus dem Sternhimmel abgeleitet. Ihre bestimmenden Parameter und jene der Erde werden international einheitlich definiert – wobei die Dachverbände der Astronomen (IAU), der Physik, der Geophysik (IUGG) und der Geodäten (IAG, FIG) eng kooperieren.
Untenstehend der Himmelsanblick der 4 Jahreszeiten (mit Sternbildern) für Mitteleuropa um 21h in der Monatsmitte Januar, April, Juli und Oktober.
Die Bilder sind für den Blick nach Süden ausgelegt. Für andere Blickrichungen ist die gewünschte Himmelsrichtung (N=Nord, E=Ost, W=West) nach unten zu halten.