| Sterzing | |
|---|---|
| (ital.: Vipiteno) | |
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| Bezirksgemeinschaft | Wipptal |
| Provinz: | Bozen (Südtirol) |
| Region: | Trentino-Südtirol |
| Staat: | Italien |
| Einwohner (VZ 2001 / 31.08.2006): | 5.785 / 6010 |
| Sprachgruppen laut Volkszählung 2001: |
75,03 % deutsch 24,67 % italienisch 00,30 % ladinisch |
| Koordinaten: | 46°54' Nord, 11°26' Ost |
| Meereshöhe: | 935 - 2.714 m (Zentrum 948 m) |
| Fläche / Dauersiedlungsraum: | 33,18 / 1,18 km² |
| Fraktionen: | Ried, Sterzing, Thuins, Tschöfs |
| Nachbargemeinden: | Brenner, Freienfeld, Pfitsch, Ratschings |
| Partnerschaft mit: | Kitzbühel |
| Postleitzahl: | 39049 |
| Vorwahl: | 0472 |
| ISTAT-Nummer: | 021115 |
| Steuernummer: | 81005970215 |
| Politik | |
| Bürgermeister (2005): | Dr. Fritz Karl Messner (SVP) |
Sterzing (ital. Vipiteno) ist eine Stadt am Eisack (oberes Eisacktal) in Südtirol. Zur Gemeinde Sterzing zählen neben der Stadt selbst die Ortschaften Tschöfs, Thuins und Ried. Aufgrund der Lage zwischen den alpinen Übergängen Jaufen- und Brennerpass sowie Penserjoch war Sterzing seit altersher eine wichtige Handelsstadt. Als Einkaufsstadt und Wirtschaftsstandort hat sie auch heute große Bedeutung im südlichen Wipptal.
Inhaltsverzeichnis |
Besiedelungsspuren finden sich schon aus prähistorischer Zeit. 14 v.Chr. entstand unter Drusus die römische Siedlung Vipitenum. Deren Name diente als Vorlage für die Anfang des 20. Jahrhunderts abgeleitete italienische Ortsbezeichnung Vipiteno.
Im Ortsnamen Sterzing verbirgt sich die altbaiuvarische Bezeichnung Sterzingen, die 1180 erstmals urkundlich nachgewiesen werden kann. Damit wird erstmals das Dorf genannt, das den heutigen Altstadtbereich umfasst. Graf Meinhard II. von Tirol erhob die Siedlung ca. 1280 zur Stadt und erweiterte durch Neuausweisung von Baugrund "in agris et campis" (= in Äckern und Feldern) den Altstadtkern durch das Areal der so genannten Neustadt (= südlich vom Zwölferturm).
Ausgezeichnet durch ein Handelsprivileg begann der Ort am Südhang der wichtigen Brennerroute aufzustreben. Die wichtigste Erweiterung erfuhr die Stadt im 15. Jahrhundert: Um 1400 setzte im Wipptal insbesondere der Silberbergbau ein. Die Stadt wurde von vielen Bergwerks-Unternehmern zum Firmensitz gewählt. Diese gestalteten ihre Häuser im Sinne der Patrizier vielfach neu und überbauten die ältere Bausubstanz. Auf diese Gründerzeit gehen die charakteristischen Bauten der Stadt zurück.
Das Wahrzeichen der Stadt, der so genannte Zwölferturm, wurde 1468-1472, das Rathaus mit spätgotischer Stube 1468-1474, das Hl. Geistspital mit Hl. Geistkirche 1399-1402 und der Ansitz Jöchlsthurm mit angeschlossener St. Peter- und Paulskirche 1474 und 1496 errichtet. An der Peripherie der Stadt erbauten die Bürger 1417-1456 den Chor der Pfarrkirche; die spätgotische Kirchenhalle (=Langhaus) entstand 1496-1524. Den Kirchenchor schmückte das reifste Werk des Ulmer Meisters Hans Multscher, der sogenannte Multscheraltar, ein Kunstwerk von europäischem Rang, das fast vollständig gesichert werden konnte.
Ende des 16. Jahrhunderts beginnt mit der Erschöpfung der Silbervorkommen der wirtschaftliche Niedergang der Stadt, der bis Ende des 19. Jahrhunderts anhält. Die Entsumpfung des Sterzinger Mooses ermöglichte die Entwicklung einer leistungsfähigen Landwirtschaft. Wegen der günstigen geographischen und zentralen Lage im Wipptal wurde Sterzing Zentrum für Verwaltung, Handel, Kultur, Gesundheitsversorgung, Sport und Tourismus.
Die über Jahrhunderte vorherrschende Kleinstadtstruktur, geprägt durch Handel und Gewerbe, befindet sich im Umbruch. Der Fremdenverkehr hat sich zu einem wichtigen Wirtschaftszweig entwickelt. Die Wirtschaftsstruktur im einzelnen: Handel (186 Betriebe), Handwerk (159), Landwirtschaft (143), Hotels und Gaststätten (103), Industrie (28).
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