Ein System ist steuerbar, wenn ein Zustand in endlicher Zeit durch geeignete Stellsignale zu jedem beliebigen Wert geführt werden kann, d.h. es müssen repräsentative Stellsignale zur Festlegung aller Zustände vorhanden sein.
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Ausgangspunkt für die Beurteilung der Steuerbarkeit eines linearen Systems ist die Zustandsraumdarstellung


mit der Systemmatrix
, der Steuermatrix
, der Beobachtungsmatrix
, der Durchgangsmatrix
, dem Zustandsvektor
, dem Ausgangsvektor
und dem Steuervektor
.
Zur Ermittlung der Steuerbarkeit gibt es verschiedene, von der Form der Zustandsraumdarstellung abhängige, Kriterien.
Vollständig zustandssteuerbar (teilweise auch Erreichbarkeit genannt) heißt ein lineares System, wenn es für jeden Anfangszustand x(t0) eine Steuerfunktion u(t) gibt, die das System innerhalb einer beliebigen endlichen Zeitspanne
in einen beliebigen Endzustand x(te) überführt.
Das System (A,B) ist genau dann vollständig steuerbar, wenn für die Steuerbarkeitsmatrix

gilt:

Das System
, dessen Zustandsraummodell in kanonischer Normalform vorliegt, ist genau dann vollständig steuerbar, wenn die Matrix
keine Nullzeile besitzt und wenn die p Zeilen
, der Matrix
, die zu den kanonischen Zustandsvariablen eines p-fachen Eigenwerts gehören, linear unabhängig sind.



V ist dabei die Matrix mit den Eigenvektoren.
Das System (A,B) ist genau dann vollständig steuerbar, wenn die Bedingung:

Die Regelungsnormalform kann unter anderem aus der Übertragungsfunktion:
einfach bestimmt werden.

.Bzw. für Eingrößensysteme

Die spezielle Form von AR und bR ist hilfreich für die Analyse und die Konstruktion von Zustandsreglern.