Steve Reid

Steve Reid (* 29. Januar 1944 in New York City) ist ein US-amerikanischer Schlagzeugspieler.


Inhaltsverzeichnis

Biografisches

1965 Abschluss an der Adelphi University, Garden City/New York (B.A. degree). Erster Jazz-Musiker, der (unter Vorsitz von Nancy Hanks) das erste Stipendium der „National Endowment for the Arts“ erhielt. Mitglied bei Broadcast Music Inc. (BMI), American Federation of Musicians Local 802 of the AFL-CIO (seit 1965), Black Music Association, Jazz Foundation. Lebt in Europa, zunächst in München, seit einigen Jahren in Lugano / Schweiz.

Erste Aufnahmen 1961 mit Martha & The Vandellas („Heatwave“ / Motown Records) in der Apollo Theatre House Band unter Qunicy Jones. Seitdem über 30 Aufnahmen als Leader oder Sideman, u. a. mit Fela Kuti, James Brown z.B. („Popcorn“), Sun Ra (Sun Ra’s The Science Myth Solar Arkestra) und Miles Davis. Bis 1969 drei Jahre in Afrika, wo er u.a. für die Regierungen (z.B. von Nigeria, Liberia, Senegal, Elfenbeinküste, Marokko und Ägypten) Konzerte spielte. Seit den 70ern eigenes Label Mustevic Records und eigene Aufnahmen wie "Nova" und "Rhythmatism".

Seit 2000 zahlreiche Aufnahmen mit Größen der Jazz-Szene in Europa, u.a. „Waves“, „Invitations“ und "Spirit Walk" (2005 mit Chuck Henderson und Ensemble) für Souljazz-Records (London) um sein Trio mit Boris Netsvetaev (St. Petersburg / Hamburg) und Chris Lachotta (München) sowie "Live In Europe" (2002 mit Lena Bloch, Tenor Saxophon, statt Henderson) und "A Drum Story" (Solo 2003). Regelmäßige Auftritte auf dem Festland (insbesondere in Deutschland und Benelux) und in London (Tour im November 2005), im April 2006 auch wieder Tour quer durch die USA (New York, Boston, San Francisco und Los Angeles).[1]

Stil

Reids Spiel ist stark beeinflusst von afrikanischen Rhythmen und modaler Harmonien von John Coltrane. Vielleicht wird sein Stil am treffendsten beschrieben mit dem Titel einer seiner LPs in den 70ern (inzwischen wiederveröffentlicht bei Souljazz Records): „Rhythmatism“!


Kollegen über Steve Reid

"Steve Reid is one of the greatest living drummers. He has played with Sun Ra, knew Coltrane, played at Motown. I mean this is a guy who at 19 was playing drums with Fela Kuti in Africa. It’s a creative joy and honour to work with him."
(Steve Reid ist einer der größten lebenden Schlagzeuger. Er spielte mit Sun Ra, kannte Coltrane, spielte bei Motown. Hey, das ist ein Kerl, der mit 19 in Afrika mit Fela Kuti Schlagzeug spielte!)
– Kieran Hebden (Fourtet) –[2]

Weblinks:

Steve Reid Homepage
Souljazz-Records, London


Quellen

  1. Jens Löckmann aufgrund von Gesprächen mit Steve Reid, auch im Zuge gemeinsamer Arbeit an „A Drum Story“ und „Live In Europe“
  2. Website der Souljazz Records in London (Großbritannien), u.a. in den Informationen zu den Alben „Spirit Walk“, „Rhythmatism“ und „Nova“


Quelle:
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