| Stewart Armstrong Copeland | |
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| Künstlername: | Stewart Copeland |
| Herkunft: | |
| Geboren: | 16. Juli 1952 |
| Aktive Jahre: | 1975 – |
| Genre: | Rock / Pop / New Wave / Weltmusik / Reggae / Ska |
| Plattenlabel: | A&M Records |
| Website: | http://www.stewartcopeland.net |
Stewart Armstrong Copeland (* 16. Juli 1952 in Alexandria, Virginia, USA) ist ein Multiinstrumentalist – Schlagzeug, Percussion, Bass-Gitarre und Piano – und Komponist.
Er hat zu rund 60 Spielfilmen und Fernsehserien die Filmmusik komponiert – allgemein am bekanntesten dürfte Stewart Copeland als Gründer und Schlagzeuger von „The Police“ sein. Mit seinem musikalischen Können hat Stewart Copeland wesentlich zum Erfolg von „The Police“ beigetragen und ihren Sound mit Einflüssen aus New Wave, Reggae, Weltmusik, Jazz und Ska nachhaltig mitgeprägt
Stewart Copeland gehört seiner virtuosen Instrumentenbeherrschung und seines präzises Timings wegen zu den besten und kreativsten Rockmusik-Drummern: Markant für ihn ist sein ’energischer’ [1], aber gleichsam nuancierter Einsatz insbesondere der Hi Hat und von Splash-Becken.
Inhaltsverzeichnis |
Stewart Copeland ist der Sohn des ehemaligen Glenn Miller-Trompeters Miles Copeland junior und der renommierten schottischen Archäologin Lorraine Copeland Adie.
Stewart ist das zweitjüngste von vier Geschwistern: Sein ältester Bruder, Miles Copeland III, ist der Musikproduzent und Gründer von I.R.S. Records, sein älterer Bruder Ian Copeland, ein Musikagent und ’Wegbereiter’ des New Wave in den USA, ist 2006 verstorben. Stewarts Schwester ist die Schriftstellerin/Filmproduzentin Lorraine (Lennie) Copeland.
Da sein Vater als 'freier politischer Berater' (faktisch arbeitete er für die CIA) im Nahen Osten tätig war, zogen die Copelands 1948 nach Damaskus (Syrien), und kurz nach Stewarts Geburt nach Kairo, später in den Libanon, nach Beirut [2] [3], wo Stewart seine Jugend verbrachte und das Cairo American College besuchte.
Ende der 1960-er Jahre zog Familie Copeland wieder nach England, und Stewart besuchte von 1967 bis 1969 die Millfield Independent School in Street, Somerset.
Von 1980 bis 1991 war Stewart Copeland mit der Sängerin Sonja Kristina Linwood verheiratet – sie haben vier Söhne. Einen weiteren Sohn hat er mit Marina Guinness. Seit 1993 ist Stewart Copeland mit Fiona verheiratet, hat mit ihr drei Töchter und lebt derzeit in Los Angeles.
Zu seinen Hobbys sollen Rollerskating, Skifahren in den Bergen von Santa Monica (Kalifornien), Filmemachen und das Polo-Spiel zählen.
Im Alter von dreizehn Jahren begann Stewart Copeland Schlagzeug zu spielen. Anfang der 1970-er Jahre studierte er Musik an der Western University in San Diego und der University of California, Berkeley, bevor er 1975 wieder nach London zurückkehrte und mit seinem ältesten Bruder Miles Copeland III – ab 1977 Manager von „The Police“ – Mitglied in der Band „Curved Air“ wurde, deren Sängerin Copelands spätere Frau Sonja Kristina war. 1978 spielte Stewart mit Sting und Andy Summers zusammen als Gastmusiker bei Eberhard Schoener auf dessen LP Flashback
Hauptartikel: The Police
Zwei erfolglose Jahre später suchte Copeland nach einem Konzept für eine neue Band, als in Großbritannien die Punk-Welle begann. Er begegnete in einem Jazzclub in Newcastle Gordon Sumner alias Sting. Sie gründeten im Januar 1977 gemeinsam mit dem korsischen Gitarristen Henry Padovani „The Police“ und landeten noch im selben Jahr mit der Single „Fall Out / Nothing Achieving“ ihren ersten Erfolg. Im Juni 1977 schloss sich Andy Summers, ein erfahrener und vielseitiger Musiker „The Police“ an – im Juli 1977 tourten sie kurzzeitig als Quartett – Andy Summers ersetzte ab August Henry Padovani als Gitarrist, womit die Besetzung von „The Police“ für die kommenden Erfolgsjahre unverändert blieb. 1984 trennten sich die drei Musiker jedoch vorläufig, um jeweils eigene Projekte zu verfolgen. 1986 spielte „The Police“ an drei Konzerten der „Amnesty International – A Conspiracy of Hope Tour“, um anschließend die für 21 Jahre letzte gemeinsame Studio-Arbeit aufzunehmen, das Best Of-Album „Every Breath You Take: The Singles“. Danach konzentrierten sich die Musiker vollends auf ihre erfolgreichen Solokarrieren.
Bei den Grammy Awards 2007 [4] am 11. Februar 2007 in Los Angeles standen „The Police“ wiedervereinigt auf der Bühne. Sting, Stewart Copeland und Andy Summers eröffneten den Abend mit einer überarbeiteten Version ihres Welthits „Roxanne“. Ab 28. Mai 2007 wird die The Police Reunion Tournee beginnen: Start ist in Vancouver (Kanada), anschließend wird bis August durch Nordamerika getourt. Im September/Oktober 2007 werden „The Police“ in Europa spielen, gefolgt von Konzerten in Mexiko, Südamerika, Australien und Japan. Angekündigt ist auch ein Auftritt am „Live Earth“ Konzert im Juli 2007. Anlässlich des 30-jährigen Band Jubiläums werde es eine Albumveröffentlichung geben, allerdings «mit bereits bekannten Songs» (New York Times Interview vom 18. Februar 2007).
Bereits 1982 war Stewart Copeland an der Produktion des WOMAD Benefiz-Albums „Music and Rhythm“ beteiligt.
Eine von Stewarts weiteren Kooperationen war im Herbst 1983 zusammen mit Stan Ridgway (ex Wall of Voodoo) „Don't Box Me In“ (Teil des „Rumble Fish“ Soundtracks), eine «nervous-sounding collaboration», der bald schon Ridgways erstes Soloalbum folgte.
1983 komponierte Copeland seine erste Filmmusik für den Francis Ford Coppola-Film Rumble Fish, welche ihm eine Nominierung für einen Golden Globe einbrachte.
Es folgten über 60 weitere Soundtracks, z. B. für Wall Street, Talk Radio von Oliver Stone, 9 1/2 Wochen, Highlander II, Kevin Costners Rapa Nui, als einige der bekanntesten Soundtracks von Stewart Copeland, in denen er auch Instrumente spielte – Schlagzeug, Percussion, Bassgitarre, Piano und Fairlight CMI: Stewart Copeland zählt u.a. mit Kate Bush und Peter Gabriel zu den 'Pionieren' des ersten digitalen Synthesizers mit Sampling-Technologie [5].
1985 veröffentliche Stewart Copeland sein erstes ’offizielles’ Soloalbum „The Rhythmatist“ [6] – zumindest unter seinem eigenen Namen – „Klark Kent“ (Anspielung auf Supermans Alter Ego) gab ihm bereits 1980 Gelegenheit, seine Ideen zu nicht realisierten „The Police“ Songs einem breiteren Publikum bekannt zu machen. Für das Album produzierte er eigene Aufnahmen zu einem Video: „The Rhythmatist" ist Stewarts ’musikalische Weltmusik Pilgerreise’ durch den Afrikanischen Kontinent, in technisch hoher Qualität mit seinem Talent als Multiinstrumentalist und insbesondere seiner Affinität für Rhythmen kombiniert. Von seinen de facto vier Solo-Alben ist „The Rhythmatist“ vermutlich das bekannteste und erreichte auf den Billboard 200 Charts immerhin Platz 148.
Mit dem Fusion-Bassisten Stanley Clarke und der Jazz-Sängerin Deborah Holland gründete Copeland 1987 das Trio Animal Logic, das bis Ende 1991 bestand.
Nachdem er bereits für die „San Francisco Ballet Company“ ein Ballett geschrieben hatte, veröffentlichte Copeland 1989 eine Oper über die Kreuzzüge mit dem Titel „Holy Blood and Crescent Moon“ (Heiliges Blut und Halbmond) [7]. In den folgenden Jahren komponierte Copeland rund 60 Filmmusiken und zwei weitere Opern.
Im Jahre 2000 gründete er mit Primus-Bassist Les Claypool und Phish-Gitarrist Trey Anastasio das kurzlebige Projekt Oysterhead (Album The Grand Pecking Order). 2002 wurde er als Schlagzeuger für die Reunion von The Doors engagiert. Stewart arbeitete u.a. mit Peter Gabriel (ex Genesis), Roger Daltrey (ex The Who), Simple Minds, Zucchero, Mike Rutherford, Simple Minds, Roger Daltrey und Tom Waits zusammen.
Nebst seiner andauernden Arbeit als Gastmusiker und höchst erfolgreicher Komponist von Filmsoundtracks, nahm Copeland 2002 an einer kurzen Tournee durch Italien mit dem Percussion Quartett „Ensemble Bash“ und einem kleinen Orchester teil. Die Tournee wurde unter dem Titel „Orchestralli“ [8] vom Ponderosa Label 2005 auf CD/DVD veröffentlicht.
„La Notte Della Taranta“ [9] ist wiederum ein für einen Rock-Musiker ungewöhnliches Projekt, mit (vermeintlich) fremdartigen Rhythmen. Hier tritt Copeland als ’Musikalischer Leiter’ eines auf CD und DVD dokumentierten Schlusskonzerts von 2003 auf: Im Kloster von Melpignano (Italien) wurde das musikalische Aufeinandertreffen von althergebrachtem (süd)italienischem Tarantella (eine Tanzmusik „wie von der Tarantel gestochen“) und vielfältigen Einflüssen aus Pop, Jazz, Weltmusik und italienischer Folklore-Tanzmusik zelebriert.
2003 kam es zu einer kurzen Wiedervereinigung mit „The Police“: 25 Jahre nach Veröffentlichung ihrer ersten Platte wurde die Band in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen und spielte aus diesem Anlass live drei Lieder.
Die Aufnahmen zu Henry Padovanis Soloalbum und der Single – „Welcome Home: Featuring Stewart Copeland und Sting“ – im Jahr 2004 wurden nicht nur von Fans als eine kurzzeitig informelle Reunion der 'Ur-Police' seit der Aufnahme von „Fall Out / Nothing Achieving“ betrachtet.
Copeland initiierte 2005 mit dem Avantgarde Gitarristen David Fiuczynski das Musikprojekt „Gizmo“, das am 16. September 2006 am „Modern Drummer Drum Festival“ sein USA-Debüt erlebte.
Im Februar und März 2006 war Copeland einer von zwei Juroren in der BBC Fernseh-Show Just the Two of Us, ebenso in der im Januar 2007 fortgesetzten zweiten Staffel.
„Everyone Stares: The Police Inside Out“ [10] ist eine von Stewart Copeland produzierte Musikdokumentation, die im Januar 2006 am „Sundance Film Festival“ uraufgeführt und im September 2006 auf DVD veröffentlicht worden ist. Copeland nutzte dazu Teile des von ihm selbst in der Zeit von 1978 bis 1983 aufgenommenen Super 8-Filmmaterials, das in einer ca. 74 Minuten langen Dokumentation den Werdegang von „The Police“ zeigt.
Brockhaus-1911: Stewart [3] · Stewart [2] · Stewart
Eisler-1912: Stewart, Dugald · Dugald Stewart · Chamberlain, Houston Stewart
Meyers-1905: Copeland · Stewart · Newton Stewart
Pagel-1901: Stewart, Sir Thomas Grainger
Pataky-1898: Stewart, Agnes M.
Pierer-1857: Copeland · Stewart [2] · Stewart's Inseln · High Stewart · Stewart [1]