Das Stift Göss ist ein ehemaliges Kloster der Benediktinerinnen (OSB) in Göss, einem Stadtteil von Leoben in Österreich.
Das Kloster wurde 1004 durch Adula/Adele von Leoben, Gemahlin Pfalzgraf Aribos I., und ihren Sohn Aribo, später Erzbischof von Mainz, auf Aribonengut gegründet und von der Reichsabtei Nonnberg in Salzburg aus mit Kanonissen besiedelt. Die erste Äbtissin war Kunigunde, die Schwester Erzbischof Aribos. Göss war die einzige Reichsabtei (ab 1020 durch Kaiser Heinrich II.) im späteren Habsburgerreich; im 12. Jh. wurde die Benediktinerregel eingeführt. 1782 wurde das Kloster aufgehoben. Ab 1783 diente es kurzfristig als Sitz des neu gegründeten Bistums Leoben. 1827 wurde es von Vordernberger Radmeistern ersteigert. 1860 gelangte es an einen Grazer Bierbrauer (schon 1459 wurde der erste Stifts-Bierbrauer genannt); seitdem dient es als Brauerei.
Adelung-1793: Stift, der · Stift, das
Brockhaus-1911: Göß · Gos · Stift
Meyers-1905: Göß · Stift [2] · Viktorĭa-Stift · Stift [1] · Stift Berg · Stift Keppel
Pierer-1857: Goß · Gos · Stift-Ebersdorf · Stift-Neuburg · Stift [2] · Nieder-Stift · Stift [1]