Stift Herzogenburg

Stift Herzogenburg um 1780
Stift Herzogenburg um 1780
Klostergang
Klostergang
Klosterbibliothek
Klosterbibliothek
Großer Festsaal
Großer Festsaal
Deckenfresko
Deckenfresko

Das Stift Herzogenburg ist ein Kloster der Augustiner-Chorherren (CanReg) in Herzogenburg in Österreich.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Das Kloster wurde 1112 durch Ulrich I. von Passau in St. Georgen a. d. Traisen am Zusammenfluss der Traisen mit der Donau gegründet und 1244 wegen der häufigen Überschwemmungen 10 km traisenaufwärts nach Herzogenburg verlegt. Ab 1714 wurde das Stift Herzogenburg barock durch Jakob Prandtauer, Johann Bernhard Fischer von Erlach und Joseph Munggenast umgestaltet. Der Aufhebungswelle der Klöster unter Kaiser Joseph II. konnte das Stift entgehen.

Kunstsammlung

Der Schwerpunkt der Sammlung liegt bei spätgotischen Werken, wie Tafelbildern, Skulpturen und Glasfenstern. Der große Festsaal, die Schatzkammer und die Klosterbibliothek, sowie das Münzkabinett unterstreichen die kunsthistorische Bedeutung des Stiftes innerhalb Niederösterreichs. Erwähnenswert ist auch der barocke Bildersaal, der nicht nur religiöse Motive thematisiert. Als Besonderheit gilt ein gut erhaltener römischer Gesichtshelm, der auf etwa das Jahr 150 n. Chr. datiert wird und in einer Schottergrube in der Umgebung gefunden wurde.

Stiftskirche

Die Stiftskirche wurde von Kaiser Heinrich II. um 1014 gegründet sie trägt das Patrozinium des Erzmärtyrer St. Stephanus -(nach dem Patron der Domkirche in Passau). Im Jahre 1112 gelangte die Pfarre Herzogenburg durch eine Schenkung des Passauer Bischofs Ulrich I. in den Besitz des Chorherrenstiftes St. Georgen. 1244 fand Übertragung des Stiftes von St. Georgen nach Herzogenburg statt. Bis 1783 gehörte das Kloster zum Bistum Passau, danach zum Bistum St. Pölten. Von der gotischen Kirche sind nur noch geringe Reste erhalten (Eingangsportal und das 2 Geschoss des Turmes). Der Architekt der Kirche war Franz Munggenast (Sohn von Joseph Munggenast) Die Weihe der Kirche fand am 2. Oktober 1785 statt Es ist der letzte bedeutende Kirchenbau des Barock in Österreich

Siehe auch:

Literatur

  • Payrich, Wolfgang: Stift Herzogenburg. Verlag Niederösterreichisches Pressehaus, 1975, ISBN 3-85326-320-8
  • Egger, Gerhart, Fasching, Herbert, Stift Herzogenburg und seine Kunstschätze. Wien, Verlag Niederösterr. Pressehaus, 1982, ISBN 3-85326-620-7
  • Katzler, Günter: Die Zehente des Stiftes St. Georgen-Herzogenburg von seiner Gründung bis zur Mitte des 14. Jahrhunderts - Zusatz zum Titel: Studien zum Herzogenburger Zehentpachtregister (1299 - 1339), Universität Wien, Diplom-Arbeit, 2003
  • Penz, Helga: Kloster - Archiv - Geschichte, Zusatz zum Titel: Schriftlichkeit und Überlieferung im Augustiner-Chorherrenstift Herzogenburg in Niederösterreich 1300 - 1800, Universität Wien, Dissertation, 2004

Weblinks

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