Stirb und werde (frz.: Si le grain ne meurt) ist die Autobiographie des französischen Schriftstellers und Intellektuellen André Gide.
Das rund 400 Seiten umfassende Werk erschien erstmals 1926, 1929 auch in deutscher Übersetzung von Ferdinand Hardekopf bei der Deutschen Verlagsanstalt, Stuttgart.
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Gide beschreibt in Stirb und werde die Zeit von seiner frühesten Kindheit bis zu seiner Verlobung mit seiner Cousine Madeleine Rondeaux im Jahr 1895. Er reflektiert über die strenge, puritanische Erziehung seiner protestantischen Mutter, sein schulisches Versagen, seine kulturelle Bildung, seine Verehrung für Madeleine und schließlich die Entdeckung seiner Homosexualität.
Die Zeit seiner Ehe mit Madeleine verarbeitet Gide in seinem ebenfalls autobiographischen Werk Et nunc manet in te, geschrieben nach Madeleines Tod 1938 und erschienen 1951. Darin erkennt er, dass sein Plan, seine Homosexualität durch die Heirat zu bekämpfen, gescheitert ist.
In Stirb und werde spricht Gide die folgenden Themen an:
Kapitel I:
Kapitel II:
Kapitel III:
Kapitel IV:
Kapitel V:
Kapitel VI:
Kapitel VII:
Kapitel VIII:
Kapitel IX:
Kapitel X:
Kapitel I:
Kapitel II:
Der französische Originaltitel ist eine Anspielung auf einen Vers aus dem Johannesevangelium: "Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht." (Joh. 12,24)
Gide metaphorisiert so seine eigene Wandlung vom stumpfsinnigen Kind, gefangen in der strengen, puritanischen Erziehung durch seine Mutter, zu einem kreativen, gebildeten und frei denkenden Mann: Das Kind muss getötet werden, um den Mann hervorzubringen.