| Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Ein Ortsteil von Gomaringen heißt auch Stockach. |
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Baden-Württemberg | |
| Regierungsbezirk: | Freiburg | |
| Landkreis: | Konstanz | |
| Koordinaten: | 47° 51′ N, 9° 1′ O | |
| Höhe: | 491 m ü. NN | |
| Fläche: | 69,75 km² | |
| Einwohner: | 16.783 (31. Dez. 2006) | |
| Bevölkerungsdichte: | 241 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 78333 (alt: 7768) | |
| Vorwahl: | 07771 | |
| Kfz-Kennzeichen: | KN | |
| Gemeindeschlüssel: | 08 3 35 079 | |
| Stadtgliederung: | 10 Ortsteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Adenauerstraße 4 78333 Stockach |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Rainer Stolz | |
Stockach ist eine Stadt im Landkreis Konstanz im Süden Baden-Württembergs.
Inhaltsverzeichnis |
Stockach liegt im Hegau, fünf Kilometer nordwestlich des Bodensees in einer Moränenlandschaft an der Stockacher Aach.
Stockach war Hauptstadt der Landgrafschaft Nellenburg-Thengen, mit welcher es 1465 an Vorderösterreich, 1805 an Württemberg und 1810 an Baden überging. Bei Stockach siegte am 25. März 1799 der österreichische Erzherzog Karl über die Franzosen unter General Jourdan.
Der seit 1936 bestehende Landkreis Stockach mit 56 Gemeinden und drei Städten wurde 1973 im Zuge der Kreisreform aufgelöst. Stockach und weitere 29 der 56 Gemeinden wurden in den Landkreis Konstanz eingegliedert (darunter die Stadt Aach), der Rest in die Landkreise Sigmaringen (darunter die Stadt Meßkirch), Tuttlingen und den Zollernalbkreis.
Stockach besteht, neben der Kernstadt, aus den folgenden Ortsteilen:
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Hoppetenzell wird im Jahre 777 zum ersten Mal im Testament des Abtes Fulrad von St. Dénis (bei Paris) urkundlich erwähnt. Demnach gehörte zum Besitz des Klosters ein Flecken im Hegau, der mit Adelungcella (oder auch Adelungscella) bezeichnet wird. Nachweislich handelt es sich dabei um die heutige Ortschaft Hoppetenzell. Das Kloster St. Dénis gab Hoppetenzell bald als Lehen an die Grafen von Nellenburg, die das Lehnsverhältnis stillschweigend in ein Eigentumsverhältnis umwandelten.
Erste geschichtliche Erwähnung erfuhr Wahlwies im Jahre 839. Hier fanden zwei Schlachten statt: 355 gegen die Römer, und 915 gegen das Bistum Konstanz um die Wiederherstellung des schwäbischen Herzogtums.
Wahlwies ist vor allem durch das dortige Pestalozzi Kinder- und Jugenddorf und eine Waldorfschule bekannt.
Die Ortschaft Zizenhausen hat circa 1200 Einwohnern. Der Ort ist bekannt durch seine Zizenhausener Terrakotten aus einer Manufaktur des 19. Jahrhunderts. Ein Teil dieser von Sammlern hoch begehrten Tonfiguren ist im Schloss Zizenhausen und im Stockacher Stadtmuseum zu bewundern. Neben zahlreichen Darstellungen ist besonders der „Basler Totentanz“ bekannt. Der Ort liegt 7 km nördlich vom Bodensee in der Vulkanlandschaft Hegau. Geologisch interessant sind die im Ortsgebiet gelegenen „Heidenhöhlen“.
Die Stadt ist auch Sitz einer Verwaltungsgemeinschaft mit den Gemeinden Bodman-Ludwigshafen, Eigeltingen, Hohenfels, Mühlingen und Orsingen-Nenzingen mit (2005) insgesamt rund 30.570 Einwohnern. Die Verwaltungsgemeinschaft wurde am 1. Oktober 1975 konstituiert.
Dem Gemeinderat gehören nach der Kommunalwahl vom 13. Juni 2004 neben dem Bürgermeister als Vorsitzenden 30 Mitglieder an.
| FWG | 36,5 % | -3,8 | 11 Sitze | -2 |
| CDU | 31,4 % | -7,9 | 10 Sitze | -4 |
| SPD | 17,0 % | +1,8 | 5 Sitze | ±0 |
| Die Grünen | 8,9 % | +8,9 | 2 Sitze | +2 |
| FDP/DVP | 6,3 % | +1,4 | 2 Sitze | +1 |
Seit 1972 wird eine Städtepartnerschaft mit der in Hochsavoyen gelegenen französischen Stadt La Roche-sur-Foron unterhalten.
Stockach nennt sich Tor zum Bodensee. Es lebt vom Tourismus und einer doch stattlichen Anzahl an Firmen, die international tätig sind.
Die Stadt Stockach ist über die Bundesautobahn 98 über zwei Ausfahrten erreichbar. Im Ort kreuzen sich die Bundesstraßen B 14, B 31 und B 313. Seit 1996 kann man die Stadt wieder mit der Bahn erreichen. Die Linie Stockach – Radolfzell vereinigt sich in Stahringen mit der Bodensee-Gürtelbahn und hat in Radolfzell u. a. Anschluss zu der Nahverkehrslinie Engen – Singen – Radolfzell – Konstanz.
Stockach hat ein Amtsgericht, das zum Landgerichtsbezirk Konstanz gehört.
Vom Landratsamt Konstanz gibt es eine Außenstelle für KFZ Zulassungen und Führerscheine, die im Rathaus untergebracht ist.
In Stockach gibt es zwei evangelische - in Stockach und Wahlwies - und in den verschiedenen Ortsteilen mehrere katholische Kirchen. Die Stadt ist Sitz des Kirchenbezirks Überlingen-Stockach der Evangelischen Landeskirche in Baden.
Folgende Kirchen und Glaubensgemeinschaften sind in Stockach vertreten:
In der Kernstadt gibt es eine Grund- und Hauptschule, das Nellenburg-Gymnasium, Realschule, Förderschule, E-Schule, Berufsschulzentrum, Sprachheilschule, Fachschule für Landwirtschaft, Musikschule.
Im Ortsteil Wahlwies gibt es eine Grund- und Hauptschule sowie eine Freie Waldorfschule.
In Zizenhausen gibt es die Anton-Sohn-Schule, diese Grund- und Hauptschule ist nach dem bekannten Sohn des Dorfes Zizenhausens benannt. Die ersten beiden Klassen der Anton-Sohn-Schule werden im Ortsteil Mahlspüren im Hegau unterrichtet. Eine weitere Grundschule befindet sich im Ortsteil Winterspüren. Ebenso wird im Ortsteil Hindelwangen die erste Klasse unterrichtet. Nach der ersten Klasse gehen die Schüler dann in die zentrale Grundschule der Kernstadt.
Die 2002 neu eingerichtete moderne Stadtbücherei bietet über 25.000 Medien (Bücher, Zeitschriften, Zeitungen, CD-ROM, DVD, Video, Cassetten und Spiele), kostenfreien Internetzugang und zahlreiche Veranstaltungen zur Leseförderung.
Über 140 Vereine sorgen in Stockach für ein großes Spektrum an Veranstaltungen.
Im Alten Forstamt, im 1. und 2. Dachgeschoß über der Stadtbücherei, befindet sich das Stadtmuseum Stockach.
Stockach beherbergt zwei Skulpturen des im nahen Bodman-Ludwigshafen lebenden Bildhauers Peter Lenk.
Bekannt ist Stockach nicht zuletzt durch seine schwäbisch-alemannische Fastnacht mit dem „Stockacher Narrengericht“, das seit 1351 besteht.
Jährlich im Sommer (Ende Juni) wird am „Schweizer Feiertag“ des erfolgreichen Widerstands gegen die schweizerische Belagerung während des Schwabenkrieges (1499) gedacht und mit einem Straßenfest gefeiert.
Aach | Allensbach | Bodman-Ludwigshafen | Büsingen am Hochrhein | Eigeltingen | Engen | Gaienhofen | Gailingen am Hochrhein | Gottmadingen | Hilzingen | Hohenfels | Konstanz | Moos | Mühlhausen-Ehingen | Mühlingen | Öhningen | Orsingen-Nenzingen | Radolfzell am Bodensee | Reichenau | Rielasingen-Worblingen | Singen (Hohentwiel) | Steißlingen | Stockach | Tengen | Volkertshausen