| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Schleswig-Holstein | |
| Kreis: | Ostholstein | |
| Koordinaten: | 53° 53′ N, 10° 39′ O | |
| Höhe: | 18 m ü. NN | |
| Fläche: | 56,7 km² | |
| Einwohner: | 16.466 (30. Sep. 2005) | |
| Bevölkerungsdichte: | 290 Einwohner je km² | |
| Postleitzahlen: | 23612, 23617 (alt: 2406) | |
| Vorwahlen: | 04504, 04505, 04506, 0451 | |
| Kfz-Kennzeichen: | OH | |
| Gemeindeschlüssel: | 01 0 55 040 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Ahrensböker Straße 7 23617 Stockelsdorf |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeisterin: | Brigitte Rahlf-Behrmann | |
| Lage der Gemeinde Stockelsdorf im Kreis Ostholstein | ||
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Stockelsdorf ist eine amtsfreie Gemeinde im Kreis Ostholstein, Schleswig-Holstein. Stockelsdorf liegt unmittelbar an der nördlichen Stadtgrenze zur Hansestadt Lübeck und bildet mit diesem eine Agglomeration. Zur Gemeinde gehören neben dem gleichnamigen Kernort die Dorfschaften Arfrade, Curau, Dissau, Eckhorst, Horsdorf, Klein Parin, Krumbeck, Malkendorf, Obernwohlde und Pohnsdorf als Ortsteile.
Inhaltsverzeichnis |
Erstmals urkundlich erwähnt wurde das Gut Stockelsdorf vor etwa 700 Jahren. Im Jahr 1320 wird der Lübecker Patrizier Emelrich Pape als Besitzer genannt. 1534 wurde ein Holstein betreffender Teilfrieden der Grafenfehde, der Frieden von Stockelsdorf hier vor den Toren der Hansestadt vereinbart. Weitere Lübecker Adlige gelangten später in den Besitz des Gutes (v.Brömbsen, v.Höveln, v.Calven) 1925 wurde das Gut von der Witwe des letzten Besitzers (Major Lembcke) aufgelöst. Bis zum Groß-Hamburg-Gesetz 1937 gehörte Stockelsdorf zum Freistaat Oldenburg (Landesteil Lübeck). Die Ortsteile Dissau, Malkendorf und Krumbek sowie ein halber Anteil von Curau waren bis zu diesem Zeitpunkt als Exklaven Teile der Hansesatdt Lübeck. Es gibt im Zentralort zwei denkmalgeschützte Gebäude: Die Kirche von 1903 und das Herrenhaus, von 1761, das kürzlich renoviert wurde und heute den Bürgersaal beherbergt. Zusätzlich wird derzeit wieder versucht, hier einen Restaurationsbetrieb zu etablieren, nachdem ein erster Versuch im Jahr 2005 gescheitert war. Die historische Zollscheune am Landgraben, der die lübsche Grenze darstellte, ist leider dem Ausbau der Bundesstraße 206 nach Bad Segeberg in den 1960er Jahren zum Opfer gefallen.
Auf dem Gutsgelände des Herrenhauses Stockelsdorf wurde vom Gutsbesitzer Lübbers im Jahr 1772 eine Fayencen-Manufaktur gegründet. Direktor wurde der sehr erfahrene Johann Georg Buchwald, der bereits vorher in Kiel und Eckernförde ähnliche Fabriken geleitet hatte. Die qualitätsvollen Arbeiten der Stockelsdorfer Fayencemanufaktur sind teilweise heute noch erhalten und im St.-Annen-Kloster wie im Behnhaus in Lübeck ausgestellt, unter anderem ein Ofen. Wegen des großen Widerstandes der Lübecker Töpfer und der einsetzenden Einfuhr von billigem englischen Steingutes musste die Manufaktur bereits 1786 wieder geschlossen werden. [1]
Im 18.Jahrhundert hatte man - nach Moislinger Vorbild - den Juden Niederlassungsrecht gewährt. 1799 wird der jüdische Friedhof erwähnt - die jüdische Schule wird 1840 von 18 Kindern besucht.
Ehemaliges lübsches Gut. Wird 1333 als Meierhof des Gutes Stockelsdorf erwähnt. Zunächst als Neuhof (nyger hof); im Jahre 1410 als to der murryen (morrien). Besitzer ist Bertram Vorrad - später sein Vetter Tiedemann Vorrad. Als dieser 1385 ohne Erben stirbt, muss der Hof verkauft werden. Nach vielen Besitzerwechseln gelangt Mori um 1900 in das Eigentum der Plessings, die das alte Herrenhaus wieder bewohnbar machen. Mori wird ab den 1950er Jahren als Seniorenwohnheim genutzt. Das Grundstück mit dem Herrenhaus liegt heute wenige Meter außerhalb der Stockelsdorfer Gemeindegrenze und gehört zum Lübecker Stadtteil Groß Steinrade.
Gegend zwischen Segeberger und Morier Straße. 1751 erhält der Verwalter von Mori, Philibert Fack, von dem Gutsbesitzer von Aldebyll etwas Land sowie Brau- und Brennereirechte. Man verspricht sich gute Umsätze wegen der unmittelbaren Lage an der Lübecker Stadtgrenze. (Landgraben) Das Anwesen wird schon bald (Genitiv und etwas französelnd) Facken(s) Bourg genannt. Es entwickelt sich zu einem betriebsamen Handelsplatz,an dem nicht nur Bier sondern auch Waren aller Art angeboten wurden. Von den Lübeckern wurde Fackenburg wegen der günstigen Preise gern genutzt, da hier die strengen Zunftbestimmungen, wie sie innerhalb der Stadtmauern herrschten, nicht galten. Die Fackenburger Allee im Anschluss an die Krempelsdorfer Allee erinnert noch heute an diese Zeiten.
Wohnhaussiedlung zum Gut Mori gehörig. Zunächst nur einzelne Katen, später auch Mehrfamilienhäuser. Ravensbusch wird schon früh Standort einer Schule (s. Schulstraße). Das heutige Schulgebäude stammt aus dem Jahr 1907.
Dieser Siedlungskern geht vermutlich zurück auf Maria Catharina von Lübbers, Ehefrau des Nicolaus von Lübbers, der 1761 das Gut Stockelsdorf erwarb. Lübbers gilt als Gründer und großer Förderer der Fayencen-Herstellung in Stockelsdorf. (s.oben)
Heute ist Stockelsdorf eine Großgemeinde mit zehn Außendörfern und insgesamt etwa 16.000 Einwohnern. Die Gemeinde hat zwei evangelisch-lutherische Kirchen: eine im Zentralort Stockelsdorf und eine in Curau. Stockelsdorf ist durch Buslinien der Stadtverkehr Lübeck GmbH angebunden. In zwei Industriegebieten werden diverse Gewerbe betrieben. Auch eine der größten Discotheken Schleswig-Holsteins (das Abaco) ist dort angesiedelt. Der Ausbau der Bundesautobahn 20 vom Kreuz Lübeck in Richtung Bad Segeberg hat bereits begonnen, die Anschlussstelle Mönkhagen westlich von Stockelsdorf soll im August 2008 dem Verkehr übergeben werden.
Seit 1969 gibt es in Stockelsdorf zwei ev.-luth. Kirchengemeinden:
Sie teilen sich die Martin-Luther-Kirche.
Blasonierung: „In Blau ein Bündel von drei goldenen, mit der Spitze nach oben gerichteten Pfeilen, überhöht von drei goldenen sechsstrahligen Sternen.“[2]
Die Kirchengemeinde pflegt Partnerschaften mit Tansania und Rumänien.
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