| Wappen | Karte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Niederösterreich | |
| Politischer Bezirk: | Korneuburg (KO) | |
| Fläche: | 37,41 km² | |
| Koordinaten: | 48° 23' N, 16° 13' O | |
| Höhe: | 176 m ü. A. | |
| Einwohner: | 14.952 (31. Dez. 2005) | |
| Bevölkerungsdichte: | 400 Einwohner je km² | |
| Postleitzahlen: | 2000, 2003 | |
| Vorwahlen: | 0 22 66 | |
| Gemeindekennziffer: | 3 12 30 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Rathausplatz 1 2000 Stockerau |
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| Offizielle Website: | ||
| Politik | ||
| Bürgermeister: | Helmut Laab (SPÖ) | |
| Gemeinderat: (2005) (37 Mitglieder) |
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Stockerau ist eine Stadt im nördlichen Niederösterreich mit 14.952 Einwohnern (Dez. 2005).
Der Name Stockerau leitet sich angeblich aus der Zusammensetzung Stocker-Au ab: die Au der Holzfäller. Die Au - der Flusswald zwischen der Stadt und der Donau - ist heute noch ein wichtiges Erholungsgebiet für die Stockerauer, auch wenn durch den Bau des Donaukraftwerks Greifenstein merkliche Eingriffe in Landschaft und Ökosystem stattgefunden haben.
Stockerau wird auch „Lenaustadt“ genannt, da der Dichter Nikolaus Lenau in seiner Jugend hier oft einige Zeit bei seinen Großeltern verbracht hat.
Inhaltsverzeichnis |
Stockerau ist die größte Stadt im Weinviertel und liegt 25 km nordwestlich von Wien am Nordrand des Tullner Beckens, nur wenige Kilometer von der Donau entfernt.
Um 791 siedelten sich mit den in der Au arbeitenden Holzfällern die ersten Menschen an der Stelle des heutigen Stockerau an.
1012 wurde Stockerau in Zusammenhang mit dem Heiligen Koloman erstmals urkundlich als „Stoccaerouwe“ erwähnt. Koloman war ein irischer Wandermönch, der von den Stockerauern getötet wurde, da sie seine Sprache nicht verstanden und ihn für einen Spion hielten. Als der morsche Baum, an dem er erhängt wurde, wieder zu sprießen begann, spätestens aber, als sein Grab bei einer Überschwemmung wie durch ein Wunder verschont blieb, war man überzeugt davon, dass man es hier mit jemandem zu tun hatte, der offenbar in Gottes Gnade stand. Den Holunderstrauch, an dem Koloman angeblich erhängt wurde, kann man heute noch an der Rückwand des Klosters der Steyler Missionsschwestern St. Koloman, des so genannten „Klösterls“, bewundern.
1014 Gründung der Pfarre Stockerau
1465 (5. April) erhielt Stockerau von Kaiser Friedrich III. das Marktrecht verliehen.
1514 bekam die Marktgemeinde von Maximilian I. Wappen und Siegel als Zeichen besonderer kaiserlicher Gunst. Das Wappen zeigt auf rot-weiß-rotem Hintergrund einen jungen Baum, der aus einem morschen Baumstumpf herauswächst, eine Erinnerung an den Heiligen Koloman, aber auch an die „Stocker“ als Gründer von Stockerau.
1722 Bau des 88 m hohen Kirchturms (höchster Kirchturm Niederösterreichs), Bauzeit ca. 4 Jahre.
1818 bis 1822 Der Dichter Nikolaus Lenau lebt in Stockerau und beginnt hier zu dichten.
1841 wurde die dritte Bahnlinie Österreichs von Wien-Jedlesee nach Stockerau eröffnet. Auf dieser Linie verkehren heute die Schnellbahnzüge nach Wien.
1893 Am 29. August wurde Stockerau von Kaiser Franz Joseph I. zur Stadt erhoben.
1962 Eröffnung der Schnellbahnverbindung Wien - Stockerau.
1964 Beginn der Stockerauer Festspiele mit Jean Anouilhs „Jeanne oder die Lerche“.
1966 Eröffnung des Erholungszentrums.
1994 Die Stockerauer Au wird zum Naturschutzgebiet erklärt.
2006 Stockerau ist Mitglied des Regionalentwicklungsvereins 10 vor Wien.
Die Mehrheit der Einwohner Stockeraus (72,5 Prozent) ist römisch-katholisch. Evangelisch sind 3,8 Prozent, orthodox 1,2 Prozent. Zum Islam bekennen sich 3,6 Prozent. 15,8 Prozent sind ohne religiöses Bekenntnis.
Die Bevölkerung Stockeraus hat seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts fast ununterbrochen zugenommen. Eine markante Abnahme der Bevölkerung gab es lediglich während der Kriegsjahre von 1939 bis 1951.
Auch seit der vorletzten Volkszählung im Jahr 1991 hat die Bevölkerung um 6,2 Prozent zugenommen, was auf die positive Wanderungsbilanz (+8,1%) zurückzuführen war, während die Geburtenbilanz negativ war (-1,9%).
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1893-1908 Julius Schaumann
1908-1912 Josef Weineck
1912-1914 Wenzel Kreuz
1919-1929 Eduard Rösch
1929-1933 Josef Wolfik
1933-1938 Dr. Johann Schidla
1945-1970 Josef Wondrak
1970-1979 Franz Blabolil
1979-2006 Leopold Richentzky
2006- Helmut Laab
In Stockerau gibt es kein Theater mit ganzjährigem Spielbetrieb. Jedoch finden in den Sommermonaten Juli und August die Stockerauer Festspiele auf dem Platz vor der Stadtpfarrkirche statt. Intendant der Stockerauer Festspiele ist Alfons Haider.
In Stockerau gibt es zwei Museen:
Folgende Bauwerke von Stockerau sind besonders hervorzuheben:
Die Stockerauer Au ist seit 1994 Naturschutzgebiet.
In Stockerau befindet sich ein großes Erholungszentrum mit Freibad, Hallenbad und Kunsteislaufplatz. Darüberhinaus bietet die naheliegende Au Erholung und weitere Sport- und Freizeitmöglichkeiten. Außerdem befindet sich in Stockerau das Sportzentrum Alte Au, bestehend aus einem Fußballstadion, einer Sporthalle und einer Mehrzweckhalle (Millenniumshalle, eröffnet 1999). Das Stadion Alte Au ist Heimstätte des viertklassigen Fußballvereins SV Stockerau, der vor allem in den frühen 1990er Jahren als Zweitligist mit dem ÖFB-Cupsieg gegen den SK Rapid Wien, der Teilnahme am Supercupendspiel gegen FK Austria Wien und den knappen Niederlagen im Europacup der Cupsieger gegen Tottenham Hotspur für Furore sorgte, außerdem besitzt Stockerau eine hervorragende Handballmannschaft, den UHC-Stockerau. Speziell hervorzuheben ist das Leistungszentrum für Judo und Tischtennis. Des Weiteren befindet sich ca. drei Kilometer nördlich von Stockerau ein Sportflugplatz.
Stockerau liegt direkt an der Autobahn A22 und verfügt somit über eine gute Verkehrsanbindung. Weiters liegt Stockerau direkt an der Schnellbahn Linie S3 und ist damit auch gut an das öffentliche Verkehrsnetz angebunden.
Ebenso betreibt der FSV2000, Flugsportverein Stockerau, am nördlichen Stadtrand einen Flugplatz, der das Anfliegen mit Privatmaschinen erlaubt.
Die Weinviertler Energie GmbH & Co KEG betreibt einen Windpark mit 4 Windenergieanlagen. Bei einer Gesamtleistung von 2,4 MW werden jährlich 3,5 Miillionen kWh elektrischer Strom produziert.
Das Kraftwerk Greifenstein in der Donau erzeugt mit einer Engpassleistung von 293 MW jährlich 1.717,3 Mio kWh Strom. Betreiber ist die Austrian Hydro Power AG, eine Tochter der Österreichischen Elektrizitätswirtschafts-Aktiengesellschaft.
Folgende international agierende Unternehmen stammen aus Stockerau bzw. haben dort ihren Firmensitz:
Bisamberg | Enzersfeld | Ernstbrunn | Großmugl | Großrußbach | Hagenbrunn | Harmannsdorf | Hausleiten | Korneuburg | Langenzersdorf | Leitzersdorf | Leobendorf | Niederhollabrunn | Rußbach | Sierndorf | Spillern | Stetteldorf am Wagram | Stetten | Stockerau