| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Sachsen-Anhalt | |
| Landkreis: | Mansfeld-Südharz | |
| Verwaltungsge- meinschaft: |
Roßla-Südharz | |
| Koordinaten: | 51° 34′ N, 10° 57′ O | |
| Höhe: | 340 m ü. NN | |
| Fläche: | 67,52 km² | |
| Einwohner: | 1378 (31. Dez. 2006) | |
| Bevölkerungsdichte: | 20 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 06547 | |
| Vorwahl: | 034654 | |
| Kfz-Kennzeichen: | MSH | |
| Gemeindeschlüssel: | 15 0 87 410 | |
| Adresse der Verbandsverwaltung: | Wilhelmstraße 4 06536 Roßla |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Ulrich Franke | |
Stolberg (Harz) ist ein Luftkurort sowie Historische Europastadt im Südharz im Landkreis Mansfeld-Südharz, Sachsen-Anhalt. Markenzeichen der 1400 Einwohner zählenden und 300 m ü. NN gelegenen Kleinstadt sind die vielen Fachwerkhäuser im Renaissancestil.
Inhaltsverzeichnis |
Der Ort entstand um das Jahr 1000 als Bergmannssiedlung, wobei bereits seit 794 in der Gegend Bergbau nachweisbar ist. Schon in alten Zeiten wurden hier Eisen, Kupfer, Silber, Zinn und Gold gefördert. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahre 1210 in Zusammenhang mit dem hier ansässigen Grafengeschlecht. Vor 1300 wurde Stolberg das Stadtrecht verliehen. Die nunmehrige Stadt war von Anfang an Residenz der Grafen zu Stolberg.
Unter dem hier geborenen Bauernführer Thomas Müntzer war Stolberg im Deutschen Bauernkrieg Stätte mehrerer Kämpfe. Am 2. Mai 1525 drangen aufständische Bauern in die Stadt ein und zwangen den regierenden Graf Botho zu Stolberg zur Annahme ihrer Forderungen (24 Stolberger Artikel), der sie nach der Niederlage der Bauern jedoch schnell wieder rückgängig machte.
Bereits seit dem Hochmittelalter wurden in Stolberg Münzen geprägt, und im 16. Jh. hatte das Handwerk seine Blütezeit. Der Bergbau wurde hingegen ab dem 17. Jh. eingestellt. 1815 kam die bis dato sächsische Stadt zum Königreich Preußen, und 1833 hatte Stolberg schon 2392 Einwohner. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde Stolberg Fremdenverkehrsort und 1923 wurde eine Eisenbahn nach Berga-Kelbra eröffnet. Seit 1946 ist die Stadt schließlich Kurort.
Stolberg ist sowohl mit dem Auto als auch mit der Bahn erreichbar. Mit dem Auto kann man aus Richtung Norden und somit aus dem Harz her kommen, vom Süden her aus dem Kyffhäusergebirge über die Autobahnabfahrt Berga der A 38. Mit der Eisenbahn ist Stolberg über die Linie der Thyraliesel mit der Hauptbahn Halle–Kassel verknüpft, wo im Bahnhof Berga-Kelbra gute Umsteigemöglichkeiten bestehen. Ferner gibt es im Sommer durchgehende Züge von Leipzig über Halle, Lutherstadt Eisleben und Sangerhausen direkt nach Stolberg. Diese Freizeitzüge verkehren am Wochenende und dort einmal vormittags nach Stolberg und nachmittags zurück Richtung Leipzig.
Sehenswert ist Schloss Stolberg, das auf einem nach drei Seiten abfallenden Berg steht und dessen ältestes Bauteil, der Rundturm, aus der Zeit um 1200 stammen, dessen neuere Teile jedoch im Stil der Renaissance zwischen 1539 und 1547 erbaut wurden. Im Südostflügel befindet sich das klassizistische Große Empfangszimmer, der Rote Saal, ein Entwurf von Karl Friedrich Schinkel. Sein heutiges Aussehen erhielt das Schloss durch Umbauten zwischen 1690 und 1700. Bis zur Enteignung 1945 befand sich das Schloss im Besitz der Familie Fürst zu Stolberg-Stolberg. Derzeit wird Schloss Stolberg/Harz durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz komplett restauriert sowie saniert.
Das Rathaus aus dem Jahre 1454 ist ein Baukuriosum, denn es hat kein Treppenhaus. Den Zugang zu den oberen Stockwerken erreicht man nur über eine äußere Treppe, die gleichzeitig zur spätgotischen St.-Martini-Kirche hochführt. Am 21. April 1525 predigte in dieser Kirche Martin Luther gegen den Bauernaufstand.
Gegenüber vom Rathaus befindet sich der Saigerturm. Er stammt aus dem 13. Jahrhundert; der obere Teil wurde Anfang des 19. Jahrhunderts erneuert. Seinen Namen hat er von der Saigerschmelzhütte, die im Mittelalter neben ihm stand. In der Niedergasse steht das 1851 teilweise ausgebrannte Geburtshaus von Thomas Müntzer, das heutige Thomas-Müntzer-Haus.
Unweit von Stolberg erhebt sich der Große Auerberg (579 m). Auf ihm befindet sich der 38 Meter hohe Aussichtsturm mit dem Namen Josephskreuz. Es ist das größte Doppeleisenkreuz der Welt.
Bürgermeister von Stolberg ist Ulrich Franke, gewählt am 28. Mai 2000.
| Commons: Stolberg (Harz) – Bilder, Videos und Audiodateien |
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