Stollen

Der Ausdruck Stollen (v. althochdt.: stollo = Pfosten) bezeichnet:

  • einen bergmännischen horizontalen Grubenbau mit Tagesöffnung auch als Stolln bezeichnet, siehe Stollen (Bergbau) (Anmerkung: einen bergmännischen horizontalen Grubenbau ohne Tagesöffnung bezeichnet man als „Strecke“)
  • ein wassertechnisches Bauwerk, um Wasser unterirdisch mit leichtem Gefälle weiterzuleiten, z. B. durch einen Berg (Überleitungsstollen); siehe z. B. Große Dhünntalsperre; Gerastollen im Thüringer Wald.
  • zylindrische Teile unterhalb der Sohle von Sportschuhen, um das Ausgleiten zu vermeiden, siehe Stollen (Schuh).

Das gleiche Prinzip gilt für den Spring- sowie Geländereitsport, wobei Stollen an den Hufeisen des Pferdes befestigt werden, damit diese – besonders nach Sprüngen, aber auch während des Pacours – ihren nötigen Halt bekommen, um nicht mit dem Reiter auszurutschen, was zu schweren Verletzungen sowohl bei dem Reiter als auch bei dem Pferd führen kann. Stollen sind in verschiedenen Größen, Breiten und Formen erhältlich, die den jeweils vorhandenen Bodenverhältnissen entsprechend ausgewählt werden können.

  • in der Verslehre des Meistersangs eine Strophe, siehe Stollen (Literatur)
  • eine bestimmte Art von Pfosten oder Seiten eines Möbelstücks (z. B. beim Schrank oder Bett), siehe Stollen (Tischlerei)
  • ein Weihnachtsgebäck, siehe Christstollen
  • ein zur Schweizer Ortschaft Gempen SO gehörender Weiler in der Region Basel
  • einen Stadtteil von Ilmenau in Thüringen, siehe Stollen (Ilmenau)
Diese Seite ist eine Begriffsklärung zur Unterscheidung mehrerer mit demselben Wort bezeichneter Begriffe.
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