| Wappen | Karte |
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| Basisdaten | |
| Bundesland: | NRW |
| Kreis: | Rhein-Erft-Kreis |
| Fläche: | 254 ha |
| Einwohner: | 8.311 (31. Dezember 2003) |
| Höhe: | 49 m ü. NN |
| Postleitzahl: | 50259 |
| Vorwahl: | 02238 |
| Geografische Lage: | 51° 1' 11" N 6° 45' 35" O |
| Kfz-Kennzeichen: | BM |
| Website: | www.stommeln.de |
| Politik | |
| Ortsvorsteherin: | Maria Schmitz (CDU) |
Stommeln ist ein Ortsteil der Stadt Pulheim im Nordwesten von Köln im Rhein-Erft-Kreis.
Inhaltsverzeichnis |
Der Ortskern liegt liegt am Rand der trockenen Mittelterrasse , wo der Stommelner Bach in die feuchte durch alte Flussrinnen geprägte Niederterasse des Rheins eintrat. Der Fluss ist allerdings stillgelegt und fließt durch unterirdische Rohre.
Die Gemarkung Stommeln , bestehend aus Stommeln, Ingendorf und Stommelerbusch und umfasst ein Gebiet von ca. 254 ha.
Erstmalig wurde Stumbele in einer Schenkungsurkunde des Kölner Erzbischofs Brun für das Stift St. Cäcilien in Köln im Jahre 962 erwähnt. In dieser Urkunde wird auch die Kirche St. Martin erwähnt. Der Kirchort ist also - auch wegen seines Patroziniums nach Martin von Tours viel älter.
Politisch gehörte Stommelen seit dem Mittelalter zusammen mit Ingendorf, Pulheim und Geyen zm Amt Bergheim im Herzogtum Jülich. Während der französischen Herrschaft ab 1794 entstand die Mairie Stommeln im Kanton Dormagen im Arrondissement Köln im Département de la Roer. Seit 1815 gehörte Stommeln zum Königreich Preußen und bildete eine eigene Bürgermeisterei im Kreis Köln und im neugebildeten Regierungsbezirk Köln. Das 1927 entstandene Amt Stommeln wurde 1934 mit dem Amt Pulheim vereinigt, jedoch 1953 aus diesem Amtsverband wieder herausgelöst und es entstand die Gemeinde Stommeln. Diese wurde am 1. Januar 1975 in die heutige Stadt Pulheim eingemeindet.
Stommeln ist seit dem 1. Januar 1975 (vgl. § 3 Abs. 1 Köln-Gesetz) ein Ortsteil der Stadt Pulheim.
Teile des Kirchturms gehen auf das 12. Jahrhundert zurück. Die ursprünglich einschiffige Saalkirche auf dem alten Kirchenhügel wurde in der Zeit der Gotik erweitert und eingewölbt. Nach 1900 wurde dann die neugotische neue Kirche erbaut. Beide Kirchen stehen unter Denkmalschutz.
1571 gab der ehemalige Besitzer, der Herzog von Jülich, die "Wyntmoell in Stommel" der Gemeinde in Dauerpacht, 1704 wurde sie allerdings neu errichtet.
Anfang des 19. Jahrhunderts wurde die Gemeinde Stommeln Eigentümer der Mühle. Nachdem 1860-1864 dann auf dem Mühlenberg die gegenwärtige Windmühle entstanden war, führte die Gemeinde den Pachtbetrieb bis 1936 fort. Danach wurde sie an Privateigentümer verkauft und trat außer Betrieb und drehte sich bis Mitte der 90er nur noch zu besonderen Anlässen. Nach einem schweren Herbssturm (bei dem 2 Flügel zerstört wurden) wurde die Mühle zwar saniert aber seitdem ist ein "Drehen" zu besonderen Anlässen nicht mehr möglich.
Das heutige Gebäude der Synagoge in Stommeln wurde 1882 errichtet, ein nur geringfügig kleinerer Vorgängerbau stand vorher an der gleichen Stelle. Im Mai 1937 verkaufte die jüdische Gemeinde unter dem Druck wachsender Verfolgung das Synagogengebäude an den benachbarten Landwirt Anton Pütz, der es als Abstellraum nutzte. Der Davidstern an der Fassade wurde mit Mörtel überdeckt, und der Käufer verpflichtete sich, das Gebäude mit Rücksicht auf seine religiöse Vergangenheit nicht als Viehstall zu nutzen. Als am 10. November 1938 SA-Männer mit Benzinkanistern das Gebäude vernichten wollten, verwies der neue Besitzer auf den Umstand, dass es sich bei dem Gebäude nicht mehr um eine Synagoge, sondern um einen Abstellschuppen in seinem Besitz handele. Dieser Tatsache verdankt die Synagoge ihre Erhaltung als Gebäude - als eine der wenigen Synagogen im Raum Köln.
Seit 1991 findet einmal jährlich eine Ausstellung eines international angesehenen Künstler statt. In der Vergangenheit waren bereits folgende Künstler beteiligt:
Man vermutet, dass Christina am 24. Juli des Jahres 1242 geboren wurde. Dort wuchs sie in ihrem Elternhaus am oberen Stommelner Dorfanger in den einfachen Verhältnissen einer Bauernfamilie auf. Mit 13 Jahren trat sie bei den Kölner Beginen ein. Ihre Frömmigkeit sowie ihre asketische Lebensweise beunruhigten ihre Gefährtinnen im Beginenkonvent in Köln derart, dass sie wieder nach Stommeln zurückkehrte. Ihr Seelenführer Petrus von Dacien (+ 1288) blieb mit ihr auch nach 1272, als er seine Tätigkeit in Schweden aufnahm, in Verbindung und zeichnete ihre ungewöhnlichen geistlichen Erfahrungen auf, über die sie ihm berichtet hatte. Neben Erscheinungen des Herrn hatte sie auch dämonische Versuchungen. Am 6. November 1312 starb sie im Alter von 70 Jahren. Am 8. November 1908 wurde Christina offiziell von Weihbischof Dr. Müller selig gesprochen.
In Stommeln befindet sich das Tonstudio des Musikproduzenten Dieter Dierks, der unter anderem schon mit den Scorpions, Rory Gallagher und den Toten Hosen zusammengearbeitet hat.
In Stommeln wurde Anfang der 1960jahre entschieden, kein Industriegebiet zu errichten und somit gibt es in Stommeln außer einigen landwirtschaftlichen Betrieben keine gewerbliche Industrie. In Stommeln gab es 2 große Brauereien, eine am Bahnhof (in dem Gebäude befindet sich Heute ein Restaurant) und die zweite befand sich am Ortsausgang Richtung Pulheim und wurde mittlerweile in ein Mehrfamilienhaus umgebaut.
In Stommeln befindet sich ein großes Freibad.
Das Stommelner Krankenhaus wurde Ende der 1920 Jahre stillgelegt, und heute befindet sich in dem Gebäude am Bahnhof eine Gesamtschule.
Am Bahnhof Stommeln hält der RE8 und die RB27 Richtung Mönchengladbach bzw. Koblenz über Köln. Einige Regionalbahnen enden Nachmittags in Stommeln.
Der Güter- und Verladebahnhof Stommeln wurde Ende der 1960er Jahre stillgelegt und zum Großteil abgebrochen. Heute befinden sich nur noch einige Schienenreste auf dem Gelände eines Baumarktes.
Stommeln liegt außerdem an der B59, die in den letzten Jahren als Umgehungsstraße um den Ort herumgeführt wurde.
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