Als Stoppcodon, Terminatorcodon oder Nonsenscodon wird ein Basentriplett der RNA bezeichnet, das als Codon auf der mRNA für keine entsprechende Aminosäure codiert. Sie führen zur Termination der Translation, welches die Proteinbiosynthese beendet.
Neben den 61 Aminosäure-codierenden Basentriplets des genetischen Codes sind drei Nonsenscodons bekannt: UAG, UAA und UGA.
Das Triplett UAG wurde nach Harris Bernstein als amber (bernsteinfarben) bezeichnet.[1] In der Folge wurde das Triplet UAA als ochre (ockerfarben) und das Triplet UGA als opal (opalfarben) bezeichnet. Die Namen sind eine Allusion, da die Farben nichts mit den Basentripletts zu tun haben.
Bakterienmutanten, deren mRNA das durch Punktmutation entstandene Codon UAG enthält, werden auch Ambermutanten genannt. Eine kompensatorische Suppressormutation in der tRNA kann allerdings das proteinsynthetisierende System dazu befähigen, das Terminatorcodon als Sinn-Codon zu interpretieren.
Stoppcodons treten als so genannte Punktmutation (Nonsens-Mutation) auf. Ein Beispiel ist die Fibrodysplasia ossificans progressiva.
Wissenschaftlern der Arbeitsgruppe von Peter G. Schultz am Scripps Research Institute in La Jolla ist es gelungen, ein entsprechend verändertes Colibakterium dahingehend zu befähigen, die normalerweise nicht vorkommende Aminosäure para-Aminophenylalanin zu synthetisieren. Damit sollen Fragen beantwortet werden, weshalb nur 20 natürlich vorkommende Aminosäuren zum Aufbau der Organismen ausreichen bzw. welche Folgen der nun erweiterte Genetische Code auf die Evolution dieses Mikroorganismus hat.