| Stora Enso | |
|---|---|
| Unternehmensform | Aktiengesellschaft |
| Gründung | 1288 (Stora); 1872 (Enso); 1998 (Fusion) |
| Unternehmenssitz | Helsinki |
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Jukka Härmälä |
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| Mitarbeiter | 44.000 (2006) |
| Umsatz | 14,6 Milliarden Euro (2006) |
| Branche | Papier und Verpackung, Forstwirtschaft |
| Produkte | Produktion von Papier-/Pappprodukten, Holzprodukte |
| Website | http://www.storaenso.com |
Der finnisch-schwedische Konzern Stora Enso ist gemessen an der Produktionskapazität das zweitgrößte Forstunternehmen der Welt. Sitz der Gesellschaft ist Helsinki in Finnland.
Stora Enso erwirtschaftete 2003 mit rund 45.000 Mitarbeitern in mehr als 40 Ländern Europas, Nordamerikas und Asiens (ca. 4.800 in Deutschland) und einer Produktionskapazität von rund 16,7 Millionen Tonnen Papier und Karton einen Gesamtumsatz von 13,2 Milliarden Euro. (Stand 2005)
Inhaltsverzeichnis |
Der Grundstein für die Geschichte der Stora ist der Erwerb einer Kupfererz-Abbaukonzession durch den schwedischen Bischof Peter im Jahr 1288. Im selben Jahr wird die älteste noch heute bestehende Aktiengesellschaft der Welt mit dem Namen „Stora Kopparbergs Bergslags Aktiebolag“ kurz „Stora“ im schwedischen Falun gegründet. Sieben Jahrhunderte lang ist der Kupferabbau Kerngeschäft der Gesellschaft, die seit dem Jahr 1862 den Namen Stora trägt, und erst seit Beginn des 20. Jahrhunderts betätigt sich die Firma zunehmend in den Bereichen Holzeinschlag und Papierproduktion. Im Jahr 1990 expandiert die Stora auf den deutschen Markt durch Übernahme des deutsch-schwedischen Feldmühle Nobel Konzerns.
Die finnische Firma Enso wurde 1872 als Sägemühle „W. Gutzeit & Co“ gegründet und trägt seit dem Jahr 1924 nach dem Industrieort Enso (heute Swetogorsk) den Namen „Enso-Gutzeit“. Im Jahr 1997 übernimmt "Enso" die deutsche Papierfirma E. Holtzmann.
Die österreichische Holzindustrie Schweighofer entstand aus einem bis 1642 zurückreichenden Familienunternehmen. Gerald Schweighofer formte daraus eines der größten Sägeunternehmen Europas.
Im Jahr 1998 vereinigten sich Stora, Enso und Holzindustrie Schweighofer zum heutigen Konzern.
2004 wurde die polnische Intercell Gruppe übernommen. Damit besitzt StoraEnso ein weiteres Werk für Verpackung (Kraftpapiere) in Polen. 2006 wurde von Papyrus, dem Merchant im StoraEnso Konzern, die deutsche Schneider Söhne Gruppe übernommen, womit Stora Enso zum zweitgrößten Papierhändler in Europa aufsteigt.
Rund 15 Prozent der Kapazität und Umsätze des Konzerns entfallen auf die Bundesrepublik Deutschland mit einer Produktionskapazität von 2,3 Millionen Tonnen Karton und Papier(2001). Die Standorte des Konzerns verteilen sich auf
4 der 25 Sägewerke stehen in Österreich:
Stora Ensos Holzeinkaufsorganisation (Division Forestproducts / Woodsupply) und ein Großteil der Werke sind nach PEFC und/oder FSC zertifiziert. Weiter wurde ein System für den Ursprungsnachweis des verwendeten Holzes eingeführt, dass auch von seinen Kunden honoriert wird (siehe z.B. den Axel Springer Verlag). In Deutschland stammen über 70% des verwendeten Holzes aus PEFC oder FSC zertifizierter Waldwirtschaft. Die deutschen Papierfabriken verarbeiten Holz aus Deutschland und Frankreich. Zellstoff kommt in immer größerem Umfang aus den Plantagen in Lateinamerika. Hier engagiert sich StoraEnso zusammen mit den Umweltorganisation um Standards zur Zertifizierung.
Stora Enso wie auch die finnischen Industrien UPM Kymmene und M-Real geraten immer wieder in die Schlagzeilen, da sie als Großkunde des finnischen Staatswaldes Holz aus Wäldern beziehen, die von Umwelt-NGO's als Urwälder eingestuft wurden, und deren Nutzung Konflikte mit dort ansässigen indigenen Völkern und der Rentierhaltung nach sich zieht. Soweit dieses Holz in Zellstoffwerken weiterverarbeitet wird, kann es seinen Weg auch in Produkte für den deutschen Markt finden.
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