Stora Karlsö (die große Karlsinsel) ist eine kleine, nur 2,5 km² große schwedische Insel westlich von Gotland, die man von Mai bis September täglich von Klintehamn aus per Boot erreichen kann. Die Insel ist eines der herausragenden Naturschutzgebiete Schwedens und im Besitz des Karlsö Jagd- und Tierschutzverein AB. Wanderungen auf dem ornithologisch und botanisch interessanten Eiland werden von einem kundigen Führer begleitet. Unweit liegt die Schwesterinsel Lilla Karlsö.
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Stora Förvar ist eine 25 m tiefe Grotte auf der Nordseite der Insel. Ihre etwa 4 m starke Kulturschicht wurde im 19. Jahrhundert untersucht. Im Fundmaterial, das hauptsächlich die Zeit zwischen etwa 5000 und 1500 v. Chr. repräsentiert, ragen Knochen von Menschen und Tieren und Keramikreste heraus. Harpunenspitzen weisen auf Fisch- bzw. Robbenfang.
Lauphargi und Rösju sind zwei der großen Steinhügelgräber (schwedisch Röse genannt) und liegen auf der Insel. Bei dem etwa 4 m hohen und etwa 25 m messenden Rundhügel an der Südwestseite handelt es sich um die Sonderform des Kraterhügels, die auch in Kauparve repräsentiert ist. Auf dem höchsten Punkt der Insel liegt „Röjsu“, die durch eine Esche bedeckte noch etwas größere Röse, die bereits Linné beschrieb. Die Rösen stammen aus der Bronzezeit, die hier zwischen 1500 und 1000 v. Chr. angesetzt wird.
Ihre Nachbarinsel Lilla Karlsö ist biologisch gesehen ein ebensolches Kleinod, hat aber keine vergleichbaren Vorzeitrelikte.