| Storchschnabelgewächse | ||||||||||||
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Gewöhnlicher Reiherschnabel (Erodium cicutarium), Illustration.
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| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Geraniaceae | ||||||||||||
| Juss. |
Die Storchschnabelgewächse (Geraniaceae) sind eine Familie der Bedecktsamigen Pflanzen (Magnoliophyta). Die Familie enthält sieben Gattungen mit 750 bis 805 Arten. Bei manchen Autoren werden auch die Arten der Biebersteiniaceae, die Dirachmaceae, die Ledocarpaceae und die Vivianaceae mit zu den Storchschnabelgewächsen (Geraniaceae) gerechnet.
Von der Artenanzahl gesehen, sind die Gattungen Storchschnäbel (Geranium), Pelargonien (Pelargonium) und Reiherschnäbel (Erodium) die wichtigsten. Die meisten Arten der Familie stammen aus gemäßigten oder warmen Klimazonen, am häufigsten sind sie im südlichen Afrika zu finden und sind wichtiger Bestandteil der Kapflora.
Inhaltsverzeichnis |
Die meisten Pflanzen wachsen als einjährige oder als mehrjährige krautige Pflanzen. Die wechselständigen Laubblätter sind meistens gelappt bis geteilt. Nebenblätter sind vorhanden.
Die zwittrigen, fünfzähligen Blüten sind radiärsymmetrisch oder zygomorph. Die je fünf Kelch- und Kronblätter sind frei. Es sind zwei Kreise von je fünf Staubblätter vorhanden. Der Fruchtknoten ist oberständig. Nur zwei Samenanlagen sind pro Fruchtblatt vorhanden, wobei sich später nur einer davon entwickelt. Die oberen sterilen Teile des Fruchtblattes, werden als Griffel bezeichnet, sind bis zur Spitze verwachsen und bilden den "Schnabel".
Bei der Reife bleiben nur die inneren Teile der Fruchtblätter als Mittelsäule stehen. Die äußeren Teile, die unten je einen Samen umschließen, heben sich ab.
Die Frucht ist eine Spaltfrucht, die Teilfrüchte sind einsamige Kapseln.
Bei allen Taxa befindet sich am oberen Ende der Frucht ein schmales schnabelähnliches Gebilde, weshalb drei der Gattungen und die Familie nach langschnäbeligen Vögeln (Aves) benannt wurden. Der Name der Gattung Geranium leitet sich von dem griechischen Wort geranos = Kranich ab, Pelargonium stammt vom griechischen pelargos = Storch und Erodium vom griechischen erodios = Reiher. Im Deutschen wird allerdings die Gattung Geranium als Storchschnabel bezeichnet und Pelargonien (Pelargonium) häufig als Geranien bezeichnet. Letzteres ist darauf zurückzuführen, dass Linné, auf den die Nomenklatur der Blütenpflanzen im wesentlichen zurückgeht, die Pelargonien der Gattung Geranium hinzuzählte. Erst als im 18. Jahrhundert zahlreiche südafrikanische Pelargonien eingeführt wurden, konnte sich der berühmte Amateurbotaniker Charles Louis L’Héritier de Brutelle damit durchsetzen, dass Pelargonium als eigenständige Gattung anerkannt wurde. Im Sprachgebrauch hatte sich zu diesem Zeitpunkt jedoch bereits die Bezeichnung „Geranien“ für die Pelargonien-Arten bereits eingebürgert. Einer der Unterschiede zwischen den beiden Gattungen ist: Geranium hat radiärsymmetrische Blüten und Pelargonium hat zygomorphe Blüten.
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