Straß ist ein Stadtteil von Herzogenrath. Straß (und die mit diesem verwachsene Siedlung Kohlberg) liegt zwischen Alt-Herzogenrath und Kohlscheid am Westrand des Wurmtals.
Der Ort liegt unmittelbar an der deutsch-niederländischen Grenze und teilt sich mit Kerkrade die Neustraße (niederländisch: Nieuwstraat). Früher waren beiderseits der Grenze Fahrspuren in beide Richtungen vorhanden, die durch einen Zaun, später lediglich durch eine ca. 40 cm hohe Mauer getrennt waren. Heute existiert eine gemeinsame Straße. Die östliche Fahrspur ist im Wesentlichen deutsch, die westliche niederländisch. Fünf Kreisverkehre bilden die Anbindung an das niederländische bzw. deutsche Straßennetz. Die Beschilderung ist teils deutsch, teils niederländisch. An dieser Straße steht das Eurode-Business-Center (EBC). Der Mitteltrakt des Bürogebäudes befindet sich ebenfalls genau auf der Grenze und beherbergt sowohl deutsche als auch niederländische Firmen.
Im Osten grenzt Straß an das Wurmtal, in dem vom Mittelalter bis in die Neuzeit die oberflächennahen Steinkohlevorkommen genutzt wurden.
Die längliche Gliederung des Stadtteils am Rande des Flusstals gibt ihm den Charakter eines Straßendorfes, was ursächlich für die Namensgebung sein könnte.
Der Patron der katholischen Pfarre ist St. Josef.
Straß besitzt keinen eigenen Bahnhof. Die nächstgelegen Bahnhöfe sind Kohlscheid und Herzogenrath an der Bahnstrecke Aachen–Mönchengladbach. Die nächsten Autobahn-Anschlussstellen sind Aachen-Laurensberg an der A 4 sowie Broichweiden an der A 44.
Bis in die frühen 1970er Jahre verkehrte eine Straßenbahnlinie, die zeitweilig auch dem Kohlentransport diente, durch Straß und verband den Ort mit Herzogenrath und Pannesheide/Kohlscheid. Derzeit (2007) wird der Ort durch die ASEAG-Buslinien 47 und 147 mit Herzogenrath und Kohlscheid sowie Aachen verbunden.
In Straß bzw. auf dem Kohlberg befand sich die frühere Steinkohlenzeche Voccart sowie eine ganze Reihe mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Gewerke (Schächte, Erbstollen, Pingen) zur Kohlegewinnung. Der Bergbau blieb bis Ende des 18. Jahrhunderts weitgehend unter der Kontrolle des Klosters Rolduc. Später kam er in den Einflussbereich der Vereinigungsgesellschaft, um mit dieser dann vom Eschweiler Bergwerksverein einverleibt zu werden.
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