Das Orchestre philharmonique de Strasbourg (seit 1997 Orchestre national) ist das Sinfonie- und Opernorchester der Stadt Straßburg im Elsass. Es wurde 1855 gegründet und ist das älteste Orchester Frankreichs. Seine Glanzzeit erreichte es zur Zeit des Reichslands, als Hans Pfitzner Generalmusikdirektor, Otto Klemperer Chefdirigent und Richard Strauss und Gustav Mahler Gastdirigenten waren. Weitere bedeutende Chef- oder Gastdirigenten waren unter anderem Charles Münch, Wilhelm Furtwängler, Hermann Scherchen, George Szell, Hans Rosbaud und Ernest Bour. Seit 2004 wird das Orchester vom Deutschen Marc Albrecht geleitet.
Die ständige Anzahl der Musiker beträgt zur Zeit 115 (1990 noch 105), für Monumentalwerke der Spätromantik werden Musiker des Universitätsorchesters herangezogen.
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Hauptspielstätte des OPS war lange Zeit der 1901 bis 1903 im Jugendstil errichtete Palais des Fêtes (bis 1918 Sängerhaus), der in den 30er-Jahren innen im Stile der Neuen Sachlichkeit umgestaltet wurde. Seit 1976 spielen und proben die Straßburger Philharmoniker vorwiegend im 1974 begonnenen, weitläufigen Palais de la musique et des congrès, der in den 90er-Jahren noch erweitert wurde.
Unter der Leitung von Alain Lombard entstanden zahlreiche Aufnahmen in den 70er und Anfang der 80er Jahren, darunter hochkarätig besetzte Opernaufnahmen für EMI. Unter seinen Nachfolgern Theodor Guschlbauer und Jan Latham Koenig wurde diese Politik nicht fortgesetzt. Aufnahmen erschienen in einem zwar regelmäßigen doch - auch mangels dringender Nachfrage - bescheidenerem Takt und bei kleineren Labels. Seit Ende der 1990er Jahre setzt das Orchester auch, und kritisch erfolgreich, auf DVD-Opernmitschnitte.