Straßenaufbau

Inhaltsverzeichnis

Der Straßenaufbau bzw. Aufbau einer Verkehrsfläche wird in drei Bereiche unterteilt:

  • Oberbau
  • Unterbau (wenn vorhanden)
  • Untergrund.

Oberbau

Der Oberbau umfasst alle Schichten, die zur Gewährleistung der Tragfähigkeit der Verkehrsfläche baulich erforderlich sind. Normalerweise sieht man vom Oberbau nur die Deckschicht (Asphalt, Beton, Pflaster, Platten). Der gesamte Oberbau besteht aber aus diversen Schichten verschiedener Materialien. Der Oberbau einer Fahrbahn hat normalerweise eine Gesamtdicke von 40 - 90 cm. Für Geh- und Radwege beträgt die Gesamtdicke in der Regel 20 - 40 cm. Die Abfolge und Dicke der einzelnen Schichten des Oberbaus ist in Deutschland durch die RStO (Richtlinien für die Standardisierung des Oberbaus von Verkehrsflächen, 2001) oder durch Vorgaben der örtlichen Tiefbauämter geregelt. In der Schweiz geregelt durch div. SN bzw. den VSS (Schweizerischer Verband der strassen- und Verkehrsfachleute), sowie kantonale / lokale Bestimmungen.

Unterbau

Als Unterbau wird der künstlich erstellte Erdkörper zwischen Oberbau und Untergrund bezeichnet, der vorrangig zur Erreichung der Höhenlage der Straße notwendig ist (Dammschüttungen o.ä.). Für den Unterbau gelten die gleichen Anforderungen an die Tragfähigkeit wie für den Untergrund.

Untergrund

Der Untergrund ist der unterhalb des Oberbaus oder des Unterbaus anstehende Boden oder Fels. An den Untergrund gibt es im Straßenbau bestimmte Anforderungen bezüglich der Tragfähigkeit. Normalerweise sollte ein Verformungsmodul (Ev2-Wert) von mindestens 45 MN/m2 erreicht werden. Wird dieser Wert nicht erreicht, kann durch Bodenaustausch, Bodenverfestigung oder das Verlegen von Geogittern und Vliesen die Tragfähigkeit verbessert werden.

Quelle:
Artikel Straßenaufbau aus der freien Enzyklopädie Wikipedia mit dieser Versionsgeschichte
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