Straßenkreuzer

Straßenkreuzer ist im deutschen Sprachraum die (leicht abwertende) Bezeichnung für lange, weit ausladende Autos aus amerikanischer Produktion, zumeist aus der Zeit ab etwa 1950 bis vor der ersten Ölkrise 1973. Ihre Kennzeichen sind breite, verchromte Kühlergrills, großvolumige Motoren mit hohem Benzinverbrauch und nach hinten ansteigende Fortsätze auf den hinteren Kotflügeln (Heckflosse). Auf der breiten vorderen Sitzbank kann man mit drei Personen Platz nehmen. Hersteller von Straßenkreuzern waren im wesentlichen die "Großen Drei" General Motors, Ford und Chrysler, am eindrucksvollsten mit ihren Luxusmarken Cadillac und Lincoln.

Auf Grund des hohen Kraftstoffverbrauchs dieser Fahrzeuge und des geänderten Publikumsgeschmacks werden heute kaum noch Straßenkreuzer hergestellt. Nur der Lincoln Town Car und der Cadillac DTS sowie die Maybach-Limousinen könnten heute evtl. als Straßenkreuzer bezeichnet werden.

Kultur

Straßenkreuzer sind Inhalt folgender Subkulturen:

  • Als Low Rider amerikanischer Chicanos.
  • Im skandinavischen Raum bei Raggare.

Film

Straßenkreuzer sind die klassischen Fahrzeuge für Roadmovies.

  • Bei der Olsenbande fahren die Helden in 13 von 14 Filmen mit Straßenkreuzern zur Arbeit.
  • Pink Cadillac mit Clint Eastwood
  • in Pulp Fiction fährt der heroinsüchtigen Profikiller Vincent Vega (John Travolta) in einem kirschroten 64er Chevrolet Malibu Cabrio durch Los Angeles. (Das Auto ist keine Requisite, sondern Tarantinos eigener Wagen.)

Musik

Straßenkreuzer haben Komponisten zu einer Vielzahl von Liedern inspiriert:

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