Straddle nennt sich eine Hochsprungtechnik, die seit 1968 zunehmend durch den Fosbury-Flop verdrängt wurde und seit 1980 nahezu völlig aus dem Wettkampfsport verschwunden ist, weil sie als zu kompliziert und weniger effektiv angesehen wird. Beim richtig ausgeführten Straddle (englisch: Beine Spreizen) macht der Springer eine Schrägrolle vorwärts, so dass der Oberkörper hinter der Latte abtaucht, wobei die Beine mit gebeugten Knien gespreizt werden (Froschhocke) und nacheinander die Latte überqueren. Die Landung erfolgt auf Händen und Armen und über die Schulter abrollend. Deutsche Fachvokabel: Parallel- oder Tauch-Wälzer, da der Springer sich dabei bäuchlings über die Latte wälzt.
Bedeutendste Vertreter dieser Technik waren:
Thomas Zacharias (D), 1970 Westeuropas erster 2,20 m-Springer (Hallen-Bestleistung 2,22 m), übersprang 1997 als 50jähriger 2,00 m und ist unangefochtener Seniorenweltrekordler in drei Altersklassen (2006 WR der M55 mit 1.84 m, 2007 WR der M60 mit 1,77 m). Er sagt: „Nach meinen eigenen und allen anderen wissenschaftlichen Messungen und Berechnungen, die ich kenne, ist die Straddle-Technik dem Flop um ca. 5 cm überlegen. Wenn also jemals ein Mensch 2,50 m überspringen sollte, dann im Straddle. Aber diese Erkenntnis erfordert eine geistige Mühe, die die Fachwelt offenbar nicht imstande ist aufzubringen“.