Strafkolonien (aus "Strafe" und "Kolonie") – auch Sträflingskolonien genannt – sind Arbeitslager in entlegenen Gebieten, in denen Häftlinge ihre Strafe abbüßen. Im 18. und 19. Jahrhundert hat man viele Strafkolonien fernab vom jeweiligen Mutterland und speziell auf kleinen Inseln gegründet, um die Flucht von Gefangenen zu erschweren oder unattraktiv zu machen.
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Sehr bekannt ist die britische Strafkolonie in Australien, wohin in kaum 100 Jahren (bis 1868) insgesamt 160.000 Gefangene verbannt wurden – siehe Geschichte Australiens. Auch das St. Helena Island vor Brisbane diente diesem Zweck.
Oft denkt man bei diesem Stichwort auch an Zwangsarbeiter oder die vielen Gefangenenlager bei den Bergwerken Sibiriens – die z. B. an der Kolyma und im Tscherskigebirge erst um 1990 aufgelöst wurden. Es waren jedoch oft weniger Straftäter als vielmehr politische Gefangene und Kriegsgefangene, die dorthin gebracht wurden.
Um die Flucht von Gefangenen zu verhindern, hat man sie früher oft auf wenig- oder fast unbewohnte Inseln verschifft. Allerdings waren auf vielen davon kaum Möglichkeiten zu geeigneter Arbeit vorhanden. Bekannt sind unter anderem:
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