Strahlungsfehler

Der Strahlungsfehler ist die Abweichung bei einer Temperaturmessung, die durch die Absorption von Sonnenstrahlung oder Wärmestrahlung am Thermometer entsteht.

Mit einem Thermometer möchte man in vielen Fällen die Temperatur der Luft bestimmen.

Trifft Sonnenstrahlung auf das Thermometer, so wird je nach Absorptionsgrad ein Teil dieser Strahlung vom Thermometer aufgenommen und in Wärme umgewandelt. Das Thermometer erwärmt sich dann so lange, bis sich ein Gleichgewicht zwischen aufgenommener Strahlung und an die Luft abgegebener Wärme einstellt.

Wärmestrahlung kann etwa in klaren Nächten zu Strahlungsfehlern führen. Die atmosphärische Gegenstrahlung ist dabei geringer als die Wärmestrahlung, die das Thermometer emittiert. Das Thermometer kühlt sich dadurch so weit ab, bis die von der Luft aufgenommene Wärme gleich diesem Strahlungsverlust ist.

Für genaue Temperaturmessungen ist es deshalb ratsam, das Thermometer mit einem reflektierenden Gehäuse zu versehen und das Thermometer in guten Kontakt mit dem zu messenden Medium zu bringen.

In der Meteorologie bringt man Thermometer in sogenannten Wetterhütten unter, die durch ihre Bauform die Strahlung von dem Thermometer fern halten und gleichzeitig für gute Belüftung sorgen.

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