Der Begriff Stralauer Vorstadt (auch Stralauer Viertel) bezeichnet ein historisches Stadtviertel in Berlin, das sich über die Ortsteile Mitte und Friedrichshain erstreckt.
Die Lage der Stralauer Vorstadt lässt sich heute durch bauliche Veränderungen im 20. Jahrhundert und unterschiedliche Interpretationen der Außengrenzen nur unscharf angeben. Einerseits ist der Begriff Stralauer Vorstadt heute für ein statistisches Gebiet in Berlin-Mitte üblich, das nördlich der Spree, östlich der Dircksen- und Otto-Braun-Straße sowie südlich der Mollstraße liegt. Dies schließt Teile des historischen Viertels Königsstadt ein. Im historischen Sinne werden auch Gebiete innerhalb der Akzisemauer mit eingeschlossen, sodass die Stralauer Vorstadt im Osten bis an die Marchlewskistraße (Friedrichshain) und dem Oberbaum ragt.
Entstanden ist die Stralauer Vorstadt etwa 1690 vor dem Stralauer Tor und wurde mehrmals erweitert.
Durch die Stralauer Vorstadt verläuft heute die Karl-Marx-Allee, die als Inbegriff einer repräsentativen DDR-Architektur gilt. Entsprechend dominieren hohe Häuser das Stadtbild. Dieses setzt sich bis nach Friedrichshain fort.