Strand-Beifuß
Der Strand-Beifuß oder Strand-Wermut (Artemisia maritima) ist eine aromatisch riechende, halbstrauchartig wachsende Heilpflanze aus der Familie der Korbblütengewächse (Asteraceae). Seine Blüten können für Tees verwendet werden, seine Blätter sollten jedoch bereits vor der Blüte abgemacht werden, da diese danach sonst stark bitter sind. Auch die Pfahlwurzel kann genutzt werden. Die Verwendung orientiert sich sonst an anderen Beifuß-Arten. Die Pflanze ist relativ austrocknungstolerant (skleromorph). Seine Blüten werden durch kurzrüssligen Insekten bestäubt, wobei auch Selbstbestäubung vorkommen kann. Die kleinen Früchte werden zumeist durch den Wind ausgebreitet.
Vorkommen
Der Strand-Beifuß ist an der Nordseeküste relativ verbreitet, während er an der Ostseeküste nur zerstreut vorkommt. Im Binnenland ist er äußerst selten zu finden. Seine Verbreitung ist auf die litoralen Bereiche Mitteleuropas beschränkt - d.h. er kommt nur in Küstennähe vor. Weitere binnenländische Bestände in Deutschland gibt es in Thüringen und Süd-Hessen. An der Ostseeküste ist er u.a. in der Wismarbucht bis nach Stralsund und Rügen zu finden. Er besiedelt salzhaltige Uferbereiche der Küsten, kommt jedoch auch auf wechselfeuchten bis -nassen Salzrasen vor. Sein Hauptvorkommen besitzt er in Salzpflanzenfluren. Er ist zudem die Kennart der Pflanzen-Assoziation Armerion maritimae.
Erkennungsmerkmale
Habitus des Strand-Beifußes
Der formenreiche Strand-Beifuß wird etwa 20 bis 80 cm groß und blüht im Herbst zwischen September und Oktober. Die gesamte Pflanze ist mit kleinen weißlichen oder graufilzigen Haaren versehen. Von ihr geht ein stark aromatischer Geruch aus, den man bereits in einigen Metern Entfernung wahrnehmen kann. Die unteren Laubblätter sind zwei- bis dreifach gefiedert und besitzen ebenfalls einen grauweißlichen Filz. Die oberen Blätter sind nur einfach gefiedert, wobei die Blattzipfel linealisch geformt sind und etwa 1 mm breit sind. Die kleinen, reduzierten, zwittrigen Einzelblüten stehen in einem ausgebreiteten rispigen Gesamtblütenstand an meist übergebogenen Ästen. Das eiförmige Blütenköpfchen ist im Durchmesser nur etwa 1,5 mm breit. Der Köpfchenboden ist nicht behaart. Die Blütenhüllblätter sind dagegen graufilzig. Die winzigen Röhrenblüten können rötlich oder gelblich gefärbt sein.
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