| Die Artikel Strategisches Management und Strategie (Wirtschaft) überschneiden sich thematisch. Hilf mit, die Artikel besser voneinander abzugrenzen oder zu vereinigen. Die Diskussion über diese Überschneidungen findet hier statt. Bitte äußere dich dort, bevor du den Baustein entfernst. Yotwen 21:23, 1. Sep 2006 (CEST) |
Als strategisches Management bezeichnet man den Zweig der Betriebswirtschaftslehre, der sich mit der Entwicklung, Planung und Umsetzung inhaltlicher Ziele und Ausrichtungen von Organisationen beschäftigt. Die Zeithorizonte im strategischen Management umfassen in der Regel zwei bis fünf Jahre, wobei strategisch nicht mit längerfristig gleichzusetzen ist, strategische Pläne aber meistens einen längerfristigen Zeithorizont haben. Aufgrund der starken Überschneidung des Themas mit Fragen der Produktpolitik des Marketing und der Bedeutung für die Stakeholder des Unternehmens korrespondiert das strategische Management stark mit dem Begriff der Unternehmensführung.
Inhaltsverzeichnis |
Das Konzept der Strategie wird in der betriebswirtschaftlichen Literatur immer wieder auf den griechischen Begriff „strategos“ (Übersetzt aus dem Griechischen „stratós“ (=das Heer) und ágein (=führen)) zurückgeführt, der sich auf die Wurzeln Armee und Führen bzw. führen zurückführen lässt. Als Beleg dafür werden unter anderem die von Xenophon in seinen Memorabilien („Erinnerungen an Sokrates“) berichteten Dialoge zwischen Sokrates und Nikomachides angeführt, in denen Sokrates erklärt, dass die Pflichten eines Generals durchaus denen eines Geschäftsmanns vergleichbar seien: Beide beinhalteten die geplante Verwendung von Ressourcen, um bestimmte Ziele zu erreichen.
Das im Militärbereich entwickelte, abstraktere Verständnis des Strategiebegriffs wie "die Fortbildung des ursprünglich leitenden Gedankens entsprechend den stets sich ändernden Verhältnissen" (Moltke (1982-1913) zitiert nach Hinterhuber 1990, S. 29) begünstigten die Ausdehnung seines Gebrauchs auf andere Gebiete.
Eingang in die Betriebswirtschaftslehre fand der Strategiebegriff insbesondere durch Überlegungen im Rahmen der Spieltheorie. Die Strategie stellt hierbei den "vollständigen" Plan eines Spielers dar, der es ihm gestattet, in allen denkbaren Spielsituationen die richtige Entscheidung zu treffen. Weiteren Anstoß zur Entwicklung eines unternehmensstrategischen Verständnisses lieferte die Disziplin "Business Policy", die insbesondere auf die Harvard Business School zurückgeht. Im Rahmen der Auseinandersetzung unternehmerischen Grundsatzentscheidungen rückten zunehmend Fragen der Ausrichtung zukünftiger Unternehmensaktivitäten in den Vordergrund.
In der betriebswirtschaftlichen Planungslehre hat der Strategiebegriff seit seiner Einführung eine erhebliche Ausdifferenzierung erfahren. Nach der weitgefassten Strategiedefinition (z.B. Chandler) beinhaltet die Strategie die Festlegung der grundlegenden Unternehmensziele und die dazugehörigen Maßnahmen zur Erreichung dieser Ziele. Eine sehr enge Strategiedefinition hingegen umfasst lediglich situationsbezogene Maßnahmen (spieltheoretische Interpretation, Szyperski/Winand).
Das Strategische Management baut unter anderem auf den Strategischen Erfolgsfaktoren auf. Die Auseinandersetzungen mit Unternehmensstrategie lassen sich entlang unterschiedlichster Gegensatzpaare einsortieren. Die für die Praxis und die theoretische Reflexion wichtigsten Fragen sind:
In der Analyse der Gründe für den strategischen bzw. Wettbewerbs-Erfolg von Unternehmen haben sich in der ökonomischen Literatur drei Erklärungsmuster herausgebildet.
Der Begriff Strategisches Management ist allgemein als Schlagwort für alles Mögliche zu sehen. Aufgrund der langfristigen Orientierung kann das Strategische Management auch keine Lösungen bieten. Vielmehr verbergen sich dahinter verschiedene "qualitative" Modelle mit geringer Aussagekraft und wenig Nutzen für die Unternehmensführung. Ferner beinhalten die Ansätze auch kein Konzept. das in irgendeiner Form nachweisbar zu Mehrgewinn führt. Sämtliche Modelle werden in der Literatur erheblich kritisiert oder aufgrund von Unwichtigkeit ignoriert.
Emergenz - Industrieökonomik - Ressourcenorientierung - Wettbewerbsstrategie - Strategische Erfolgsfaktoren - Management VWL - Marketingstrategie