Stratum (Archäologie)

Als Stratum, (das Stratum, Plural eigentlich Strata, eingedeutscht Straten), auch Horizont (zu Horizont „waagrechter Gesichtskreis“) wird in der Ausgrabungstechnik eine in sich geschlossene, im Regelfall unregelmäßig horizontal verlaufende Kulturschicht einer bestimmten Zeitstellung bezeichnet.

Die Strata unterscheidet man in „taube“ und Fundhorizonte, also die Schichten, die tatsächlich archäologische Funde enthalten.

Bei einer stratigrafischen Grabung (auch: Stratengrabung) werden die Natur- und Kulturschichten (Straten) entsprechend ihrer tatsächlichen Mächtigkeit abgetragen. Diese Methode unterscheidet sich grundsätzlich von der Planumsgrabung, bei der ohne Berücksichtigung des Verlaufes der Kulturschichten eine möglichst gleichmäßig horizontal verlaufende Oberfläche (Planum) angestrebt wird.

Die stratigrafische Methode hat den Vorteil, dass mit ihr geschlossene Kulturschichten präzise abgetragen werden und das so gewonnene Fundmaterial exakt zugeordnet werden kann. Der Nachteil besteht in einem deutlich höherem Zeitaufwand gegenüber der Planumsmethode.

Die Datierung mittels der Straten ist Fachgebiet der chronologischen Stratigrafie, die in ihrem Arbeitsfeld neben geschichtlichen Aspekten auch geologische und bodenkundliche umfasst – für den Archäologen ist die Unterscheidung von Boden und Gestein nur von technischem Interesse.

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