Streetart

Streetart in Berlin
Streetart in Berlin
Streetart in Berlin
Streetart in Berlin
Graffiti, Schablone und Paste-Up (von oben nach unten)
Graffiti, Schablone und Paste-Up (von oben nach unten)

Streetart wird in der öffentlichen Wahrnehmung sehr kontrovers bewertet. Die konträren Auffassungen sind:

Künstlerische Spezifik

Die Künstler bedienen sich verschiedenster Medien (Marker, Sprühdosen, Aufkleber, Poster etc.), um ihre Bilder zu präsentieren. Häufig werden Wände bemalt und beklebt, doch auch Stromkästen, Telefonzellen, Mülleimer, Ampeln und andere Stadtmöbel werden oft gestaltet, da das städtische Eigentum weniger schnell gesäubert wird als z. B. ein privater Hauseingang.

Die Motivation liegt für viele im Spaß an der Sache und der Möglichkeit, das eigene Umfeld auf anarchistische und/oder kreative Weise visuell mitzugestalten (vergleiche reclaim your city), sowie einen künstlerischen Gegenpol zur omnipräsenten Werbung oder Gentrifizierung zu schaffen; für viele spielt wohl auch der egozentrische Hang, seinen (Künstler-)Namen möglichst oft zu verbreiten eine Rolle. Teils wendet sich Streetart inhaltlich gegen Konsumismus, Kapitalismus und Öffentliche Ordnung oder kann, wie auch Graffiti in der Hip-Hop-Kultur, gestalterischer Ausdruck einer Jugendkultur sein. Die meisten Künstler verzichten jedoch auf eine konkrete Botschaft - „the medium is the message“.

Obwohl auch legale Auftragsarbeiten entstehen, sind die meisten „Werke“ illegal angebracht, weshalb es den meisten Künstlern ein Anliegen ist, unerkannt zu bleiben - oft kennen sich Mitglieder der Szene nur unter ihrem auf der Straße verwendetem Pseudonym.

Zu den bekanntesten Künstlern in diesem Bereich zählen Keith Haring, Harald Naegeli und Banksy.

Literatur

  • Bernhard van Treeck und Sibylle Metze-Prou: Pochoir - die Kunst des Schablonengraffiti. Berlin: Schwarzkopf & Schwarzkopf, 2000, ISBN 3-89602-327-6.
  • Bernhard van Treeck: Street Art Berlin. Berlin: Schwarzkopf & Schwarzkopf, 1999, ISBN 3-89602-191-5.
  • Bernhard van Treeck: Street Art Köln. Edition Aragon (Deutschland) 1996, ISBN 3-89535-434-1.
  • Christian Hundertmark: The Art of Rebellion I/II Aschaffenburg: Publikat-Verl., 2003. ISBN 3-98-074783-2 bzw. ISBN 3-9809909-4-X.
  • Christian Heinicke, Daniela Krause: Street Art. Die Stadt als Spielplatz. Tilsner, Bugrim 2006. ISBN 3-86546-040-2
  • Christoph Mangler: Berlin City Language. Prestel, 2006, ISBN 3-79133-610-X. (engl.)
  • Claudia Walde: Sticker City: Paper Graffiti Art (Street Graphics/Street Art). Thames & Hudson, ISBN 978-0500286685.
  • Ulrich Behm: Sachbeschädigung und Verunstaltung. Duncker und Humblot, Berlin 1984, ISBN 3428056442.

Weblinks

Commons
Commons: Streetart – Bilder, Videos und Audiodateien
- in Deutschland: §§ 303, 304 StGB: [1]
- in Österreich: §§ 125, 126 StGB: [2]
- in der Schweiz: Artikel 144 StGB: [3]
Quelle:
Artikel Streetart aus der freien Enzyklopädie Wikipedia mit dieser Versionsgeschichte
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