Der Streitkolben ist eine Hiebwaffe. Er wurde aus der antiken Keule entwickelt und im Mittelalter als Waffe der Reiterei eingesetzt. Er zeigte große Wirkung auf Rüstungen. Zu Beginn waren die adligen Ritter jedoch gegen ihn, da für sie nur Lanze und Schwert „richtige“ Waffen waren. Im 16. Jahrhundert kam der Streitkolben allmählich außer Gebrauch, doch wurden besonders prächtige Modelle als Statussymbole von Kavalleriegenerälen und Herrschern weiterverwendet. Daraus entwickelte sich schließlich der Marschallstab. Einen Streitkolben trägt auch der Sergeant-at-arms, der Zeremonienmeister im britischen Unterhaus.