Die Strela-2 (russisch стрела für Pfeil NATO-Codename SA-7 Grail, GRAU-Index 9K32) ist eine infrarotgelenkte Luftabwehrrakete, die von der Schulter aus abgefeuert werden kann. Sie dient zur Bekämpfung von Luftzielen durch Bodentruppen und ist das sowjetisch/russische Pendant zur amerikanischen Redeye.
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Ursprungsland ist die Sowjetunion, wo sie ab 1968 als Strela-2 hergestellt wurde. Der Infrarotsuchkopf war nicht sehr zuverlässig und wurde oft durch die Sonne oder Bodenwärme abgelenkt. Ab 1972 wurde sie von der besseren Strela-2M (NATO-Codename: SA-7b, GRAU-Index 9K32M) abgelöst, welches das am weitesten verbreitete Modell wurde. Dabei wurde der Raketenantrieb verbessert, der höhere Geschwindigkeit und Reichweite ermöglichte, und auch ein neuer IR-Suchkopf eingeführt.
Mit der Strela-3 (NATO-Codename: SA-14 Gremlin) existiert seit 1978 ein modernerer und etwas leistungsfähigerer Nachfolger, der sich in Bauweise und Erscheinung aber nicht unterscheidet. Weitere ähnliche Nachfolgeentwicklungen sind SA-16 und SA-18.
Das System besteht aus der Rakete (9M32 oder 9M32M), einem Startrohr inklusive Visier und einem Griffstück mit integrierter Elektronik (GRAU-Index 9P54 & 9P54M) und einer Batterie (GRAU-Index 9B17). Außerdem kann ein IFF-Empfänger (Identification Friend or Foe - Freund-Feind-Erkennung) an den Helm des Schützen montiert werden, um Eigenbeschuss zu vermeiden. Eine passive Antenne, die akustische Signale in den Kopfhörer des Schützen abgibt, dient dem Entdecken und Erfassen eines Zieles. Die Strela-2 gilt inzwischen als veraltet, ist aber weiterhin weltweit in verschiedenen Variationen zu finden.
Die SA-7 ist, vor allem in ehemaligen Staaten des Warschauer Paktes, weit verbreitet und wurde oft nachgebaut und modifiziert. Die Armeen einer Reihe von Ländern verwenden sie bis heute. Daneben sind SA-7 auch in die Hände von Untergrundkämpfern geraten und teils für terroristische Angriffe gegen Zivilflugzeuge eingesetzt worden.
Im November 2002 entkam eine Boeing 757 der israelischen Luftfahrtgesellschaft El Al nur mit Glück einem solchen Angriff: Kurz nach dem Start in Mombasa, Kenia, wurden zwei SA-7-Raketen auf das vollbesetzte Passagierflugzeug abgeschossen. Die Angreifer hatten es allerdings versäumt, den Vorbeiflug ihres Zieles abzuwarten, um dann die Raketen in den heißen Abgasstrahl der Triebwerke zu richten, ohne den die Suchköpfe ihr Ziel nicht erfassen können. So verfehlten die Flugkörper das Ziel, und die Passagiere kamen mit dem Schrecken davon.
Ebenfalls 2002 versuchte nach irakischen Angaben ein irakischer Pilot, mit einer MiG-23ML den Präsidentenpalast in Bagdad anzugreifen. Die Garde von Saddam Hussein soll die MiG-23 mit einer SA-7 abgeschossen haben, andere Quellen sprechen von einer Strela-3 (SA-14).
In 24 anderen Fällen von Raketenangriffen auf Zivilflugzeuge seit 1978 trafen die Attentäter ihr Ziel, was über 500 Todesopfer forderte. Daher wurde in den USA mehrfach diskutiert, den Fluglinien Abwehrsysteme wie Flares gesetzlich vorzuschreiben. Diese haben sich dagegen jedoch bisher erfolgreich gewehrt, da die hohen Kosten Wettbewerbsnachteile bedeuten würden.
Russland
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| Strela-2M (SA-7b, 9K32M) | |
|---|---|
| Typ | Infrarotgelenkte Kurzstreckenrakete |
| Geschwindigkeit | Mach 1,75 |
| Bekämpfungsreichweite | 4,2 km |
| Bekämpfungshöhe | 2,3 km |
| Antrieb | Feststoff |
| Gesamtmasse | 10 kg |
| Gefechtskopf | 1,15 kg HTA Sprengstoff |
| Länge | 1,4 m |
| Durchmesser | 0,07 m |
Afghanistan, Ägypten, Botswana, Burkina Faso, Deutschland (nach der Wiedervereinigung), DDR, Eritrea, Guinea, Irak, Iran, Jemen, Jordanien, Kirgisistan, Kuba, Kuwait, Laos, Libanon, Libyen, Mali, Marokko, Mauretanien, Oman, Polen, Pakistan, Rumänien, Russland, Simbabwe, Sudan, Syrien, Ungarn, Zypern, Ex-Jugoslawien