Ein Streudiagramm (engl. Scatterplot) ist die graphische Darstellung von beobachteten Wertepaaren zweier statistischer Merkmale. Diese Wertepaare werden in ein kartesisches Koordinatensystem eingetragen, wodurch sich eine Punktwolke ergibt. Die Darstellung der Punkte kann durch verschiedene kleine Symbole erfolgen.
Man erhofft sich durch das Muster der Punkte im Streudiagramm Informationen über die Abhängigkeitsstruktur der beiden Merkmale.
Als Ergebnisse der Mikrozensus-Befragung im Mai 2003 durch das statistische Bundesamt sind die durchschnittlichen Gewichte von Männern nach Altersklassen gegeben. Für das Streudiagramm der Gewichte nach Alter wurden die Altersklassen durch die Klassenmitten ersetzt.
Ein weiteres Beispiel zeigt die Streudiagramme einer Vorlesungsevaluation. Es wurden Noten von 1 bis 4 vergeben.
Es sind im allgemeinen nur metrisch skalierte Daten für Streudiagramme geeignet. Beobachtungen ordinalskalierter Merkmale überlagern sich, wenn gleiche Werte mehrfach vorliegen. Es gibt jedoch auch Möglichkeiten, ordinalskalierte Merkmale in Streudiagramme darzustellen:
Als Beispiel wurde die Evaluation einer Statistikvorlesung verwendet. Es wurden Streudiagramme bezüglich "Der vermittelte Vorlesungsstoff ist gut verständlich" und "Gesamte Beurteilung der Vorlesung Betriebsstatistik" erstellt. Bei dem Jittered Scatterplot wurde auf die Werte eine gleichverteilte Zufallszahl im Intervall [-0,3;0,3] addiert.