Stromberg (Fernsehserie)

Seriendaten
Originaltitel: Stromberg
Produktionsland: Deutschland
Produktionsjahr(e): seit 2004
Produzent: Brainpool
Länge pro Episode: ca. 28 Minuten
Episodenzahl: 26 in 3 Staffeln
Originalsprache: Deutsch
Idee: Ralf Husmann
Genre: Comedy, Mockumentary
Erstausstrahlung: 11. Oktober 2004
Fernsehsender (de): ProSieben
Besetzung
Christoph Maria Herbst
Bernd Stromberg
Bjarne Mädel
Berthold „Ernie“ Heisterkamp
Oliver Wnuk
Ulf Steinke
Diana Staehly
Tanja Seifert
Martina Eitner-Acheampong
Erika Burstedt
Nebencharaktere
Tatjana Alexander
Tatjana „Tuberkel“ Berkel (nur Staffel 1)
Sinan Akkus
Sinan Turculu (nur Staffel 1)
Lars Gärtner
Timo Becker (seit Staffel 2)
Simon Licht
Hans-Jürgen Wehmeyer (seit Staffel 3)
Maja Beckmann
Sabine „Sabbel“ Buhrer
Laurens Walter
Lars Lehnhoff (seit Staffel 2)
Milena Dreißig
Jennifer Schirrmann (seit Staffel 3)

Stromberg ist eine deutschsprachige Comedy-Fernsehserie.

Sie wird seit Oktober 2004 auf dem deutschen Privatsender ProSieben mit einem Sendeplatz nach der Prime-Time sowie zu verschiedenen Sendezeiten auf dem Spartensender Sat.1 Comedy ausgestrahlt.

Inhaltsverzeichnis

Stil und Handlung

Die Serie ist eine Parodie auf die beim Fernsehpublikum beliebten Doku-Soaps (siehe auch Mockumentary). So werden gelegentlich durch die Kameraführung heimlich vorgenommene Aufnahmen suggeriert, und die Charaktere interagieren mit der Kamera.

Ort der Handlung, der nach dem Gruppenleiter bzw. (stellvertretenden) Abteilungsleiter Stromberg benannten Serie, ist das fiktive mittelständische Unternehmen „Capitol Versicherung AG“ in Köln, in dem ein skurriler Büroalltag zwischen Machismo und Mobbing herrscht. Es wurde fast ausschließlich im Bürogebäude gedreht.

Entwicklung

Die Sendung wurde inspiriert von der BBC-Fernsehserie The Office. Ursprünglich wurde aber auf diese Quelle nicht hingewiesen, weshalb die BBC, die in Stromberg zu viele Gemeinsamkeiten mit der eigenen Produktion sah, der deutschen Produktionsfirma Brainpool mit einer Urheberrechtsklage drohte. Seit der zweiten Staffel wird deshalb im Abspann der Serie explizit darauf hingewiesen: „Stromberg – Inspired by the UK BBC series „The Office“ created by Ricky Gervais and Stephen Merchant“. Ob es hinter den Kulissen zusätzlich zu einer Abfindung kam, bleibt offen, jedoch betonte Ricky Gervais, dass man mit der Einigung „höchst zufrieden“ sei.[1] Weitere (von der BBC autorisierte) Adaptionen der britischen Serie entstanden in den USA (ebenfalls The Office) und Frankreich (Le Bureau).

Trotz leicht unterdurchschnittlicher Quoten der insgesamt acht Folgen umfassenden ersten Staffel wurde dank starkem Fan-Interesse und guter Kritiken eine zweite Staffel mit zehn Folgen produziert und ab September 2005 ausgestrahlt. Die dritte Staffel mit acht neuen Folgen war ab März 2007 auf ProSieben zu sehen. Mittlerweile wurde eine vierte Staffel offiziell angekündigt. Sendetermin und Folgenanzahl sind allerdings noch nicht bekannt.[2]

Charaktere

Hauptcharaktere

Bernd Stromberg

Die Hauptfigur Bernd Stromberg ist zu Beginn der Serie im Betrieb „Bereichsleiter Schadensregulierung von M bis Z“, ab Folge sieben der ersten Staffel dann „Stellvertretender Leiter Schadensregulierung“. Der egoistische und selbstgerechte Macho, der sich oft in Metaphern und Vergleichen verliert, sieht seine Kollegen – welche er vornehmlich mit Spitznamen versieht – als Mittel zum Zweck. „Büro-Ekel“ Stromberg, wie man ihn mit einem Begriff charakterisieren kann, ist der überzogene Urtyp eines (allerdings inkompetenten und auch nicht zu eifrigen) Karrieremenschen, der sich - stets Geradlinigkeit und Konsequenz vorgebend - wie eine Fahne im Wind dreht, und dabei seine Untergebenen zu Instrumenten seiner in aller Regel vergeblichen Profilierungsversuche macht. Allerdings auch dies nur mit vorgetäuschter Konsequenz: In Situationen, die tatsächlich die Ausübung von Autorität verlangen, scheut er nervös vor jeder Konfrontation auch mit Untergebenen zurück.

Zielscheibe seiner Witze sind gleichermaßen Frauen, Behinderte, Einwanderer und sämtliche andere Gruppen. Bei aller Boshaftigkeit seiner Person übt er doch zugleich die größte (humoristische) Anziehungskraft aus. In einigen seltenen Folgen bricht die „Kompetenz“-Maskerade von Stromberg so weit zusammen, dass dieser sich seine Fehler eingestehen muss, und – manchmal sogar unter Tränen – seine menschliche Seite offenbart. Er ist 45 Jahre alt und (unglücklich) verheiratet, im Laufe der 2. Staffel lässt seine Frau sich jedoch von ihm scheiden. Daraufhin versucht er in der dritten Staffel, mit der neuen Mitarbeiterin Jennifer Schirrmann anzubändeln, muss jedoch mit der farblosen, aber in ihn verknallten Nicole Rückert vorliebnehmen.

In der ersten Staffel bewerben sich Stromberg und der Kollege Turculu um den Posten des Leiters der zusammengelegten Schadensregulierung. Die Stelle erhält in der zweiten Staffel aber der von Außen kommende Timo Becker. Er ist es auch, der Stromberg zum Ende der zweiten Staffel wegen dessen diverser Fehltritte in das Archiv versetzt. Zu Beginn der dritten Staffel wird Stromberg wegen der Wirkung der ausgestrahlten Fernsehdokumentation und der realen - und adaptiert in die erste Folge der dritten Staffel eingebauten - TV-Werbespots für ein DSL-Produkt, die Herbst in seiner Rolle Stromberg drehte, wieder auf den Posten des stellvertretenden Leiters der Schadensregulierung zurückgeholt.

Aus Verärgerung über die Entwicklung bewirbt sich Stromberg bei der Helios, einem konkurrierenden Versicherungsunternehmen. Ihm wird auch die Stelle als Abteilungsleiter zugesagt, gleichwohl erhält er sie letztlich nicht, da er bei der Bewerbung log. Nur mit großer Mühe kann Stromberg das bereits abgegebene Kündigungsschreiben zurückerlangen.

Berthold Heisterkamp

Berthold „Ernie“ Heisterkamp ist der etwas trottelige und immer halb durchgeschwitzte, aber doch ehrgeizige und oftmals kompetente Kollege. Er ist beliebtes Ziel von Kollegenspäßen und manchmal sogar Mobbings, dem er zumeist mit Wutausbrüchen und Forderungen nach Abmahnungen entgegentritt. Berthold, der von allen nur Ernie genannt wird (wegen „Ernie & Bert“ aus der Sesamstraße), ist ein typischer „Streber“, der dem Chef immer zur Seite steht. In der zweiten Staffel, in welcher Strombergs Vorgesetzter Herr Becker Ernie mehr Kompetenzen zuschreibt, sorgen Ernies mangelndes Taktgefühl, seine fehlende soziale Kompetenz („social skills“) sowie eine Intrige von Stromberg gegen ihn für einen nur kurzen Auftritt als „zweiter Chef“. Neben all dem ist Ernie ein großgebliebenes Kind (er liest Yps und Phantom, hatte einen engen Kontakt zu seiner Mutter und sammelt Figürchen), ein Romantiker, der die Frauen verwöhnt, auch mit seinen Massage- und Tanzkenntnissen, und ein Anwender von Telefonfloskeln wie „Tschüssing“, „wunderbärchen“, „Okäse“, „Bis baldrian“ oder „d’accordeon“ (frz. d’accord = alles klar).

Heisterkamp wird ständig von Ulf Steinke und Stromberg gemobbt, wogegen er sich erfolglos zu wehren versucht. Er ist bis Mitte der zweiten Staffel unglücklicher Single, was unter anderem auf seinen Charakter und sein Äußeres zurückzuführen ist. Er schreibt sich selbst Liebesbriefe, die er dann in einem Büroordner ablegt, um damit anzugeben. Aufgrund Ernies recht unleserlichen Schrift, die in den Liebesbriefen unschwer zu erkennen ist, bringt Steinke die Wahrheit ans Licht. Seine Liebe zu Tanja Seifert bleibt unerwidert. Er missversteht auch jede nette Geste seiner Kolleginnen als Liebesbeweis und fantasiert sich etwa eine Beziehung zu der Betriebsrätin Sabine Buhrer zurecht.

Nach einem Aufruf am Ende der ersten Staffel, interessierte Frauen mögen sich doch bitte bei ihm melden, verliebt sich die attraktive dunkelhäutige Krankenschwester Vanessa in ihn, die beim Bowlingabend erstmals auftritt. Sie leidet jedoch unter Ernies übermäßigem Einsatz für die Capitol, insbesondere für Stromberg und versucht Ernie klar zu machen, dass er nur ausgenutzt wird. Aufgrund seines Unverständnisses scheitert die Beziehung am Ende der zweiten Staffel. Kurz darauf stirbt auch noch Ernies Mutter, was ihn in den ersten Folgen der dritten Staffel an den Rand des Zusammenbruchs bringt. Unverhofft erbt er das Vermögen seiner Mutter und wird dadurch auf einen Schlag wohlhabend, was ihn folgend animiert, in der Firma mit dem Geld anzugeben.

Ulf Steinke

Ulf Steinke ist der prototypische Macho, dem der Büroalltag eher lästig zu sein scheint. Alle Änderungen in den Arbeitsvorgängen überfordern ihn und er ist auch nicht bereit, sich eingehend mit ihnen zu befassen. Lieber kümmert er sich um seine Kumpels, Fußball, Autos und anderen „Männerthemen“. Er ist oftmals der einzige der Mitarbeiter, der über Strombergs Witze gegen andere lacht – sei es auch nur, wenn in der Abteilung ein Arbeitsplatz gekündigt werden soll. Er lässt sich deshalb auch von Stromberg in jeder Hinsicht manipulieren, wenn der ihn auffordert, nicht den Aufforderungen von Frauen nachzugeben. Seine eigenen Attacken richten sich hauptsächlich gegen seinen Kollegen Berthold. Trotz seiner Unfähigkeit, mit Emotionen umzugehen, interessieren sich jedoch häufiger attraktive Frauen für ihn. Ulf kommt im Laufe der ersten Staffel mit der attraktiven Kollegin Tanja Seifert zusammen. Nachdem er sich kurzfristig von Tanja Seifert trennte, hat er eine kurzzeitige Beziehung mit Sabine Buhrer. In der zweiten Staffel verlobt er sich mit Tanja. Mit deren Bemühungen, eine gemeinsame Wohnung zu suchen, kann er lange Zeit nichts anfangen. Er bekommt kalte Füße und flirtet deshalb heftig mit Jennifer Schirrmann.

Tanja Seifert

Tanja Seifert ist eine recht beliebte Kollegin, die mit Ulf zusammen ist. Hier und da ist sie den meist recht plumpen Flirtattacken von Stromberg ausgesetzt. Sie unterstützt aber auch oftmals Kolleginnen und Kollegen und steht ihnen zur Seite, wenn z.B. Stromberg einmal wieder verbale Attacken verteilt. Sie ist eine attraktive Angestellte, deshalb wird sie auch zu Ulfs Missfallen von Ernie sehr gemocht.

Tanja Seifert steht außerdem Erika stark zur Seite, nachdem sie von Stromberg „wieder mal“ gekündigt wurde. Tanja und Ulf verkörpern in der Serie in (nur) leicht übersteigerter Weise den klassischen Konflikt zwischen „typisch“ männlichen und weiblichen Denk- und Verhaltensweisen und geraten deshalb regelmäßig aneinander, sogar während ihrer Verlobungszeit.

Am Ende der dritten Staffel ziehen beide zusammen.

Erika Burstedt

Erika Burstedt ist die korpulente Kollegin, die oftmals ihre Finger in das Essen der anderen steckt. Ihr Aussehen ist beliebtes Ziel von Strombergs Scherzen. Ihre Kompetenz beweist sie in einer Folge, in der der Großkunde Herr Petersen sie zum Vertragsabschluss erwünscht, da sie mehr Fachkenntnisse als ihr Vorgesetzter Stromberg aufweist. Erika ist alles in allem eine gute Seele, auch wenn sie wie alle anderen Kollegen dem gelegentlichen Spaß gegen Berthold und andere nicht abgeneigt ist. Sie ist seit langen Jahren verheiratet und gutgläubig bezüglich ihrer wenigen (vermeintlichen) männlichen Verehrer, z.B. aus dem Außendienst. Erika ist Mitglied der SPD und fordert gegenüber ihren Vorgesetzten wie Stromberg immer wieder ihre Rechte als Arbeitnehmerin ein. So kandidiert sie in der dritten Staffel für den Betriebsrat, verliert aber gegen den von Stromberg aufgebauten Kandidaten, der ihre Wahl verhindern will.

In der ersten Staffel wird Erika von Stromberg entlassen, klagt sich jedoch mit Hilfe des Betriebsrats zu Beginn der zweiten Staffel zurück. Nach dem verlorenen Wahlkampf für den Betriebsrat und den Neckereien durch Stromberg wegen der Niederlage erleidet sie einen Herzinfarkt, wird in ein Krankenhaus auf die Intensivstation gebracht und stirbt daraufhin in der letzten Folge der dritten Staffel.

Nebencharaktere

Tatjana Berkel
ist die Chefin von Stromberg aus der 1. Staffel der Serie. Von Stromberg (in ihrer Abwesenheit) nur „Tuberkel“ oder „Eva Braun“ genannt, ist sie eine kompetente, aber auch strenge Chefin, die Stromberg oftmals harsch die Richtung weist.
Sinan Turculu
aus der 1. Staffel ist der türkischstämmige Kollege von Stromberg. Er leitet die Abteilung der Schadensregulierung A-L und konkurriert als solcher in der ersten Staffel mit Stromberg um die Gesamtleitung der Schadensregulierung. Er ist wesentlich kompetenter als Stromberg und wird gegen Ende der ersten Staffel auf einen guten Posten außerhalb der Schadensregulierung versetzt.
Birgit Stromberg
ist die Frau von Bernd Stromberg. Während der Serie kommt es zunächst zu einer Trennung und später zu einer Scheidung der beiden. Über Birgit ist nicht viel bekannt, doch erscheint sie ab und zu im Büro, um sich mit ihrem Mann zu streiten oder sie ruft ihn an, um ihm Einkaufsaufträge mitzuteilen. Sie wird dargestellt von Therese Hämer.
Sabine „Sabbel“ Buhrer
arbeitet in der Buchhaltung und ist Mitglied des Betriebsrats. Sie ist wegen ihrer kurzen Beziehung zu Ulf zeitweise die Gegenspielerin von Tanja Seifert, mit der sie sich aber gegen Ende der zweiten Staffel versöhnt. Sie taucht eher selten auf, zum ersten Mal, um Ernies Mobbingvorwürfe zu überprüfen. Dabei bandelt sie kurzzeitig mit Ulf an und hat folgend auch eine interessante Beziehung zu Stromberg. Später tritt sie unter anderem als BVB-Fan in Erscheinung und sagt bei einer Anhörung bezüglich sexueller Belästigung gegen Stromberg aus. In einer Folge spielt sie auch mit Stromberg und anderen Mitarbeitern Badminton. In der dritten Staffel bekommt sie von Stromberg einen Hund für ihre Nichte geschenkt, ohne zu wissen, dass Stromberg den Hund zuvor von Ernie gestohlen hat. Kurz vor Ende der Staffel kandidiert sie erneut für den Betriebsrat und bekommt die meisten Stimmen. In der letzten Folge versucht Stromberg ihr nahe zu kommen; als sie sich wehrt, bezeichnet er sie kurz darauf in Abwesenheit als „Capitol-Matratze“. Danach albert sie mit Ernie herum, was dieser als Zuneigung missversteht.
Herr Pötsch
ist ein Kollege ungefähr auf gleicher Ebene wie Stromberg, der bereits in der ersten Staffel mehrmals auftaucht und in der zweiten Staffel eine etwas bedeutendere Rolle einnimmt. Er hat vor der Capitol-Versicherung bei der Helios gearbeitet. In der zweiten Staffel soll er kommissarisch Strombergs Position einnehmen, da Stromberg seine Kündigung einreicht. Herr Pötsch steht Stromberg scheinbar neutral bis freundlich gegenüber. Es wird jedoch des öfteren angedeutet, dass er Stromberg nicht allzu sehr schätzt. So lässt er Stromberg wegen seines plötzlichen gespielten Interesse an Schalke 04 vor Herrn Becker und den anderen anwesenden Kollegen auflaufen. Dies geschieht jedoch eher subtil. Auch in der dritten Staffel taucht er wieder auf, macht sich mittlerweile jedoch häufiger über Stromberg lustig. Darsteller ist Peter Rütten.
Timo Becker
ist der neue Abteilungsleiter der Capitol Schadensregulierung ab der 2. Staffel der Serie. Er ist ein Musterbeispiel für einen Chef, wenn auch gelegentlich ein wenig verspannt, und hat schon in Zürich und Brüssel gearbeitet. Er ist (im Gegensatz zu Stromberg) ein durchaus beliebter Chef bei den Mitarbeitern. Stromberg, welcher ihn meistens nur „Becker“ nennt, findet, dass Herr Becker viel zu „verklemmt“ und zu „unerfahren“ für diesen Job sei. Herr Becker spielt ab der 2. Staffel sozusagen den Rivalen oder Gegenspieler aus Strombergs Sicht, deshalb versucht Stromberg ihn auch ab und zu mal „auf den Arm zu nehmen“, was Herr Becker durch seine gekonnte Art und seinen qualifizierten Äußerungen meist leicht abwehren kann. Aufgrund von Eheproblemen will Herr Becker vorläufig beruflich kürzer treten, was Strombergs Karriere zu fördern scheint. Das Verhältnis der beiden pendelt somit zwischen mehr oder weniger offener Konfrontation und klassischen Einschleimversuchen Strombergs. Herr Becker ist ein großer Schalke-Fan.
Nicole Rückert
ist ab der 2. Staffel die bewusst farblose Kollegin, welche oftmals als einzige noch zu Stromberg (oder Berthold) hält, aber eher aus Freundlichkeit und Naivität. In der ersten Folge der dritten Staffel beginnt Stromberg ein Verhältnis mit ihr, nachdem Jennifer Schirrmann seine Avancen ablehnte. Bereits in der nächsten Folge beendet Stromberg die Affäre, woraufhin sie sich in eine andere Abteilung versetzen lässt. Sie wird von Angelika Richter gespielt.
Lars Lehnhoff
kommt in der 2. Staffel neu hinzu. Er ist ein immer exzellent gekleideter Kollege, der allerdings eher selten in Erscheinung tritt. Außerdem behält Stromberg nie seinen Nachnamen, so dass aus „Lehnhoff“ oft ein „Lehmann“ oder „Lehnbach“ wird.
Herr Wuttke
ist Strombergs Mitarbeiter, als dieser ins Archiv strafversetzt wird. Herr Wuttke landete dort aufgrund seines Alkoholismus, wie er selber zugibt, und hat eine Vorliebe für Schlagermusik und Käsebrote. Er ist außerdem sehr darauf bedacht, seine Autorität gegenüber Stromberg zu wahren und weist diesen auch außerhalb des Archivs zurecht.
Jennifer Schirrmann
kommt in der dritten Staffel als Praktikantin in die Abteilung. Stromberg hilft ihr beim Wiedereinstieg in den Job, in der Hoffnung bei ihr landen zu können. Sie interessiert sich jedoch eher für Ulf, auch wenn sie Stromberg gegenüber weiterhin freundlich bleibt. Zwischen der vierten und fünften Folge wird Schirrmann aus betrieblichen Gründen entlassen. Um die ihm von Becker auferlegten Arbeiten erledigen zu können, holt Stromberg sie eigenmächtig wieder zur Capitol zurück. Dass Schirrmann doch übernommen wird, liegt am Tod von Erika, deren Arbeitsplatz frei wird.
Hans-Jürgen Wehmeyer
kommt in der dritten Staffel neu in den Vorstand. Er setzt sich zunächst sehr für Stromberg ein, da er ihn aufgrund dessen Medienpräsenz für wichtig für die Capitol hält. Daher unterstützt er ihn öfter in Meinungsverschiedenheiten mit Herrn Becker. Er weist allerdings einmal Stromberg zurecht, als dieser eine laue „Demonstration“ seiner Abteilung gegen einen Vorstandsbeschluss anführt. Infolge mehrerer unglücklicher Aktionen verliert Stromberg jedoch langsam seinen Rückhalt bei Herrn Wehmeyer, der auf ihn immer öfter genervt reagiert.

Trivia

  • Ralf Husmann, der Autor der Serie, ist in einigen Szenen als Mitarbeiter Hans Schmelzer zu sehen; z. B. in den Folgen Badminton und Lulu.
  • Der Junge in der Folge Die Putzfrau ist der Sohn von Martina Eitner-Acheampong.
  • Der Regisseur ließ manchmal die Kamera weiterlaufen, als die geschriebene Szene eigentlich schon zu Ende war. So entstanden einige spontane Gags wie die Antwort Ernies auf seine beginnende Glatze: „Das ist 'n ungünstiger Wirbel [...]“, zu sehen in der Folge Mobbing.
  • Am 1. März 2007 erschien, passend zur 3. Staffel, ein Computerspiel zur Serie. Originalzitate der Hauptdarsteller wurden in das Spiel eingeflochten, welches selbst größtenteils eine Sammlung von Minispielen ist.

Auszeichnungen

  • Stromberg war im Jahr 2005 für den Adolf-Grimme-Preis, den Deutschen Comedypreis und den Deutschen Fernsehpreis nominiert. Christoph Maria Herbst gewann für seine Rolle als Stromberg 2005 den Bayerischen Fernsehpreis und den Deutschen Comedypreis als bester Darsteller.
  • Als einzige Sendung eines Privatsenders wurde Stromberg 2006 mit dem Adolf-Grimme Preis in der Kategorie „Fiktion und Unterhaltung“ ausgezeichnet.
  • Für die Darstellung des Bernd Strombergs bekam Herbst am 10. Oktober 2006 den Deutschen Comedypreis in der Kategorie Bester Schauspieler.
  • 2006 war Stromberg außerdem in der Kategorie Beste Comedy-Serie beim Deutschen Comedypreis und in der Kategorie Beste Sitcom beim Deutschen Fernsehpreis nominiert.

Resonanz

Trotz der Anerkennung der Kritiker und einer großen Fangemeinde tat sich die Serie von Anfang an schwer, den von ProSieben angestrebten Marktanteil von 13 bis 14 Prozent in der Zielgruppe zu erreichen. Die Folgen der ersten Staffel lagen im Schnitt bei unter 10 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe, die zweite Staffel schaffte auf dem günstigeren Sendeplatz am Sonntagabend eine durchschnittliche Einschaltquote von ungefähr elf Prozent in der Zielgruppe der 14- bis 49-jährigen. Die dritte Staffel erreichte erstmals Quoten über dem Senderschnitt, allerdings auf einem deutlich späteren Sendeplatz. Die absoluten Zuschauerzahlen gingen hingegen von Staffel zu Staffel zurück.[3]

Fans der Serie schätzen diese speziell wegen ihres Humors, der deutlich subtiler sei als bei vergleichbaren Comedyformaten. Gleichzeitig kritisiert ein Teil dieser Fangemeinde jedoch auch die Veränderungen, die zu Beginn der zweiten Staffel vorgenommen wurden. So wurde zum einen mit Herrn Becker (gespielt von Lars Gärtner) eine neue Hauptfigur eingeführt, die Stromberg als Abteilungsleiter ablöst, zum anderen wurden die Charaktere Frau Berkel und Herr Turculu, die aus der ersten Staffel bekannt waren, aus der Serie gestrichen.

Quellen

  1. Ricky Gervais beantwortet eure Fragen
  2. DWDL.de: „ProSieben-Chef Bartl bestätigt 4. Staffel ‚Stromberg‘“
  3. DWDL.de: „‚Stromberg‘-Quotencheck: Die stärkste und schwächste Staffel“, 01. Mai 2007

Weblinks

Quelle:
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