Strukturbildung
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Unter Strukturbildung versteht man das selbsttätige Entstehen von Strukturen. Strukturbildung, also die Herausbildung eines Ordnungszustandes, ist in diesem Sinne mit einer lokalen Verminderung der Entropie im Vergleich zu einem Bezugszustand derselben Energie verbunden. Die Ordnung unterliegt Regeln. So können Strukturen nur selbsttätig entstehen, wenn die Gesamtentropie dennoch zunimmt. Nur innerhalb des Systems nimmt die Entropie lokal ab. Ein Mensch muss z. B. Nahrung essen, um zu wachsen und sich zu erhalten. Der Mensch als dissipative Struktur (energieentwertende/entropieerzeugende) Struktur zersetzt dabei mehr Struktur (Nahrung...) als er aufbaut. Auf diese Weise steht das selbsttätige Entstehen von Strukturen nicht im Widerspruch zum 2. Hauptsatz der Thermodynamik.
Einteilung von Strukturen
- räumliche Struktur, z. B. Kristalle
- zeitliche Struktur, z. B. Herzaktion (siehe Zeitreihen)
- kausale bzw. funktionale Struktur, z. B. Informatik, Datenstrukturen
- Infrastruktur
- Organisationsstruktur, z. B. Gemeinwesen, Unternehmen, Teams
- Struktur von Information, z. B. inverted pyramid style
- physikalische Strukturen, klassifizierbar durch Strukturbildung
- an Grenzflächen (Dünen, Flammenfront)
- im Volumen (Wolken, Windböen)
Wann geht Struktur verloren?
- beim Schmelzen
- beim Verdampfen
- bei der Erosion
- beim Mischen
- nach dem Tod eines Lebewesens
- bei Katastrophen (siehe auch Chaos)
Manchmal liegt nur scheinbar eine Struktur vor:
- Sternbilder
- Die Sterne sind ganz verschieden weit von der Erde entfernt. Nur von der Erde aus scheinen sie eine zusammenhängende Struktur zu bilden.
Siehe auch
Musterbildung
Weblinks
Literatur
- :Ebeling, Werner; Freund, Jan; Schweitzer, Frank: Komplexe Strukturen, Entropie und Information. Teubner-Verlag, 1998, ISBN 3-8154-3032-1