| Die Artikel Diskriminierung und Strukturelle Diskriminierung überschneiden sich thematisch. Hilf mit, die Artikel besser voneinander abzugrenzen oder zu vereinigen. Die Diskussion über diese Überschneidungen findet hier statt. Bitte äußere dich dort, bevor du den Baustein entfernst. ParaDox 05:19, 2. Dez. 2006 (CET) |
Als strukturelle Diskriminierung wird eine Diskriminierung ganzer Bevölkerungsgruppen aufgrund von Geschlecht (Sexismus), sozialer oder ethnischer Herkunft (Klassismus, Rassismus), körperlicher Konstitution (Behindertenfeindlichkeit) oder sexueller Orientierung (Heterosexismus) bezeichnet, die nicht notwendigerweise auf institutioneller oder gesetzlicher Diskriminierung beruht, sondern aus der Struktur der Gesellschaft heraus entsteht.
Diese Diskriminierung entsteht durch Handlungen und Haltungen, die den Normen und Regeln entsprechen, die von einer homogenen Mehrheit in der Gesellschaft aufgestellt und angewendet, die andere Gruppen benachteiligt. In einer patriarchal strukturierten Gesellschaft sind von diesem Effekt vor allem Frauen betroffen, in einer heteronormativen Gesellschaft vor allem Schwule, Lesben und Transgender, und in einer allgemein normativen Gesellschaft beispielsweise Migranten und Menschen mit Behinderung.
Strukturelle Diskriminierung steht im Gegensatz zur individuellen Diskriminierung. Strukturelle Diskriminierung findet zumeist versteckt statt.
Inhaltsverzeichnis |
„Was heißt es, schwarz zu sein in Großbritannien? Es heißt, dass du eigentlich einen unglaublich aufwendigen Kampf um Dinge führen mußt, die für den größten Teil der Gesellschaft selbstverständlich sind: Wohnungssuche, Bildung, gewerkschaftliche Rechte usw. Es bedeutet, daß du, obwohl du in England geboren bist, für immer als ImmigrantIn giltst. Es bedeutet, daß du in dieser Gesellschaft ganz unten bist und immerzu versuchst, mit den kolonialen Regeln zu brechen“. (Linton Kwesi Johnson zitiert nach George Lipsitz, Dangerous Crossroads, hanibal 1999, S. 166 f.)