Ein Strumpf oder eine Socke, häufig auch der Socken, bezeichnet ein Bekleidungsstück für den Fuß aus einem einzigen, an einem Ende offenen „Schlauch“, der über den Fuß nach oben gezogen wird. Strümpfe und Socken gehören an sich zur Unterwäsche. Der Vorläufer des Strumpfs und des Sockens war der Fußlappen.
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Socke und Strumpf werden manchmal synonym verwendet. Es besteht jedoch ein gewisser Unterschied bezüglich des Materials und der Länge.
Socken, Söckchen und Kniesocken bestehen meist aus einer Mischung aus Schafs- oder Baumwolle und aus Chemiefasern (z. B. Elastan). Strümpfe sind oft aus der Chemiefaser Nylon, daher auch die Bezeichnung Nylonstrümpfe.
Feinstrümpfe sind meist aus einer Mischung von Nylon und Elastan oder nur aus Nylon (Polyamid). Es gibt sie als Strümpfe, als Kniestrümpfe und auch in einer Überknielänge. Letztere ist die klassische Länge eines Damenstrumpfes. Daneben existieren (meist als Dessous) Varianten, die Strumpfhalter benötigen, aber auch selbsthaltende bzw. halterlose. Vor dem Zeitalter der Strumpfhosen hatten Kinder Mieder bzw. Leibchen, an denen die Strumpfbänder waren.
Zu straffe Gummibänder als Halter können die Durchblutung hindern. Kompressionsstrümpfe gegen Venen und Thrombose (s.u.) und Kompressionssocken für Langstreckenflüge sollten gerade etwas stoppen.
Männer tragen meistens Kurz- oder Langsocken; die sind häufig aus Baumwolle oder Schurwolle mit einer Beimischung elastischer Kunstfasern. Herrensocken etwa zum Smoking können auch aus einer Seidenmischung sein.
Beginnend mit Sportsocken in den 1990er Jahren werden zunehmend spezielle asymmetrische linke und rechte Socken speziell für Männer- oder Frauenfüße gefertigt und sind - Teil des Designs - entsprechend gekennzeichnet. antimikrobiell ausgerüstete Socken sollen Geruchsbildung verhindern.
Andere Arten sind zum Beispiel Dederonstrümpfe und Perlonstrümpfe.
Der klassische Kleidungsstil verlangt Socken, die dunkler als die getragenen Schuhe sind (wie zu schwarzen Schuhen nur dunkle Farben oder am besten schwarz). Auch hier gibt es Ausnahmen, beispielsweise gehören bei Kardinälen rote Socken traditionell zum Gewand. Bei jüngeren Menschen können heutzutage Motiv- und Ringelsocken dynamisch wirken und Esprit zeigen. Langsocken bedecken auch beim Überschlagen der Beine die Haut und erfüllen damit auch die Anforderungen strenger Etikette. Früher (vor der Erfindung der Elastikfasern) trug der Herr auch noch Sockenhalter, damit die Socken an der Wade blieben und sich nicht herunterrollten.
Am linken und am rechten Fuß unterschiedliche Socken zu tragen gilt als Zeichen von Schusseligkeit oder aber Nonkonformismus.
An warmen Tagen ziehen mittlerweile sehr viele Frauen bewusst gar keine Socken an. Einige Frauen ziehen Füßlinge oder Sneakersocken an, um den Anschein zu erwecken, dass sie barfuß in den Schuhen sind. Früher wurde in bestimmten Branchen, insbesondere bei Banken, auch an warmen Tagen das Tragen von Strümpfen erwartet. Inzwischen hat sich jedoch in allen Bereichen die Auffassung durchgesetzt, dass es weitaus ästhetischer ist und dynamischer wirkt, wenn eine Frau an warmen Tagen auf Socken oder Strümpfe verzichtet. Weil der Verzicht auf Strümpfe auch im Businessbereich in jüngster Zeit allgemein praktiziert wird, müssen anders lautende Empfehlungen in älteren Ratgebern als überholt angesehen werden. Nachteilig ist dabei, das Fußschweiß, insbesondere bei geschlossenen Schuhen, nicht mehr von den Textilfasern gebunden wird. Die erhöhte Reibung am Schuh kann zu Blasenbildung führen. Ein weiterer Nachteil kann sein, dass bestimmte Stoffe im Schuhleder eine Hautallergie auslösen können.
Bei Männern ist der Verzicht auf Socken bislang nicht in gleichem Maße gesellschaftlich anerkannt, ist aber seit einigen Jahren auf dem Vormarsch. Im Freizeitbereich sind demgegenüber auch bei Männern das Weglassen von Socken oder das Tragen von unsichtbaren Füßlingen akzeptabel, zumal es sich in den letzten Jahren bei jungen Erwachsenen und Teenagern modisch etabliert hat, dass zu kurzen Hosen - wenn überhaupt - allenfalls noch Sneakersocken getragen werden. Ein möglicher Ausgangspunkt dieses Trends ist die Fernsehserie Miami Vice aus den 1980er Jahren, in der die Hauptdarsteller Lederslipper ohne Socken trugen.
Zur Behandlung von Gefäßerkrankungen und zur Vorbeugung werden elastische und straff sitzende Zweizug-Kompressionsstrümpfe (volkstümlich auch: Stützstrümpfe, Orthopädische Strümpfe, Gummistrümpfe) verwendet.
Im amerikanischen Ballsport bedeuten sie traditionell so viel, dass einige Teams sich sogar nach ihren Socken nennen, z.B. die "Chicago White Sox" und die "Boston Red Sox": lange Socken, häufig in bestimmten Farben, ergänzen zu den Hosen, die nur knapp über die Knie reichen, ein Baseball-Outfit. Zur Schreibweise muss man erwähnen, dass ein einzelner Socke im Amerikanischen "sock" geschrieben wird, in der Mehrzahl offiziell "socks". Die Schreibweise "Sox" mit X ist Slang und gerade beim Baseball üblich. (Fußballer tragen unter ihren Schienbeinschonern Socken, darüber allerdings Stutzen.)
In der Leichtathletik und im Eisschnelllauf werden oftmals keine Socken getragen, weil man barfuss in den Schuhen ein besseres Gefühl zum Untergrund hat, auf dem man läuft, was bei der Erbringung von Höchstleistungen unter Umständen eine Rolle spielt. Besonders im Eisschnelllauf handelt es sich dann bei den Schuhen um Einzelanfertigungen, die sehr eng an den Fuss angepasst sind.
Socken tendieren dazu, in der Wäsche zu „verschwinden“. In herkömmlichen Waschmaschinen ist ein gewisses Spiel zwischen Trommel und Laugenbottich konstruktionsbedingt nicht zu vermeiden. Durch den entstehenden Spalt können Wäschestücke hindurchrutschen. Eine Toplader- statt einer Frontlader-Waschmaschine verhindert das.
Vor allem bei einfarbigen Socken stellt sich das Problem, nach der Wäsche die Paare wieder zusammenzubringen. Sockenklammern oder in die Socken eingearbeitete Druckknöpfe sollen das verhindern, haben sich jedoch nicht durchgesetzt. Um die Paare leichter zuordnen zu können, haben die meisten dunklen Socken entweder dezente Dekorationselemente (schmale Streifen o. ä.) oder zumindest eine mit hellem Garn eingewirkte Kennzeichnung, z.B. in Form von Herstellerbezeichnung und Größe, auf der Sohle.
Um im Schrank nicht durcheinander zu geraten, werden Socken normalerweise zusammengehalten, indem die beiden zusammengehörigen Teile auf rechts seitenrichtig aufeinander gelegt, auf die Hälfte gefaltet und das so entstehende Bündel in eine der beiden Socken hineingestülpt wird. Diese Lösung ergibt besonders rutschsichere und stapelbare Sockenbündel.
Das Wort „Socke“ stammt von lateinischen „soccus“ und bezeichnet einen Schlüpfschuh, der zur Hausbekleidung und von Schauspielern der Komödie getragen wurde. Noch heute werden z. B. in der Gegend des südlichen Thüringer Waldes Hausschuhe als Socken bezeichnet.
Auch bedeutet die Phrase „sich auf die Socken machen“, regional „lossocken“, los zu gehen, sprich: Sich die Schuhe anzuziehen und aufzubrechen.
Weil Socken Unterwäsche für die Füße und üblicher Weise von den Schuhen bedeckt sind, sind sie die Kleidungsstücke, die am stärksten Gefahr laufen, durch Fuß-Schweiß schlecht zu riechen zu beginnen.
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